Schweizer Cup

«Arschlochkurve»-Beleidigung – Giacobbo gesteht: «Das war etwas zu spontan-dramatisch»

Hat auf Facebook einsichtig reagiert: Viktor Giacobbo. (Archiv)

Hat auf Facebook einsichtig reagiert: Viktor Giacobbo. (Archiv)

Um gegen die vom Fernsehen diktierte frühe Anspielzeit des Cup-Matches zwischen Winterthur und Basel zu protestieren, liessen sich die FCB-Fans etwas besonderes einfallen. Satiriker Viktor Giacobbo verstand dabei jedoch keinen Spass. Mittlerweile ist er zurückgekrebst.

Die Schützenwiese ist um eine Kurve reicher, die «Arschlochkurve». So bezeichnet Satiriker Viktor Giacobbo am Mittwoch den Gästesektor, wo die FCB-Fans Schulter an Schulter stehen.

Giacobbo gesteht Fehler ein

In einem Facebook-Eintrag hat Giacobbo seine Äusserung mittlerweile als «etwas zu spontan-dramatisch» bezeichnet. Wer austeile, müsse auch einstecken können, schreibt Giacobbo und gratuliert den FCB-Fans zum Sieg.

Es wird sich weisen, ob sich Giacobbos Wortkreation in Winterthur durchsetzen wird, den Twitter-Groll hat er jedenfalls auf sicher. «Dummer Kommentar von einem dummen Menschen», meint einer. «Kein Humor beim SRF-Rentner», kritisiert ein anderer.

Der Grund für die hochkochenden Emotionen: Die Basler Fans verzögerten den Spielbeginn um mehr als fünf Minuten durch eine Protestaktion. Dutzende Bälle flogen aus dem Gästesektor. In rund vier Wellen.

Unzählige Bälle landeten auf dem Spielfeld.

Unzählige Bälle landeten auf dem Spielfeld.

«Mini Aaspielzit, dini Aaspielzit», stand in grossen Lettern auf einem Banner vor den Basler Fans. Ein Protest gegen die frühe Anspielzeit, gesetzt vom Schweizer Staatssender SRF, weil man beide Cup-Halbfinals am Mittwochabend übertragen wollte. Erst Winterthur-Basel, direkt im Anschluss Sion-Luzern. Anspielzeit des Basel-Spiels 18.45 Uhr. Kaum machbar für eine berufstätige Person.

Über hundert Bälle dürften es bis am Schluss auf dem Platz gewesen sein. Schiedsrichter Amhof versammelte die Spieler kurzfristig gar im Mittelkreis. Dadurch wurde der Anpfiff um ein paar Minuten verzögert – und schon kochte die Volksseele, wegen einer Aktion, die keinem weh tut und durchaus eine humorvolle Note hatte.

Ruhiger wurde es auch danach nicht. Ein umstrittener Elfmeter liess die Gemüter nochmal kochen. Basel gewann schlussendlich mit 3:1 – und Viktor Giacobbo verliert doppelt. Das Spiel und ein paar Anhänger. ​

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