YuBeljahr
#43 «Wir gehören nicht in die Champions League»

Die Berner Autoren Pedro Lenz, Bänz Friedli, Bernhard Giger und Klaus Zaugg begleiteten YB auf dem Weg zum Meistertitel. Nun geniessen sie die Champions League.

Klaus Zaugg
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Ausgerechnet gegen YB feiert Valencia den ersten Heimsieg dieser Saison.
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YB vs. Valencia (07.11.2018)
Die besten Bilder vom Match YB gegen Valencia.
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Ausgerechnet gegen YB feiert Valencia den ersten Heimsieg dieser Saison.

Keystone

Wir bleiben nach dem 1:3 in Valencia mit ziemlicher Sicherheit schon nach den Gruppenspielen wieder daheim und eidgenössisch. YB bleibt YB. Bern bleibt Bern. Wir werden nie sein wie Real in Madrid. Und auch nicht wie der FC in Basel. Wir halten uns in Bern sowieso lieber an den Leitsatz von Niklaus von Flüe. Der grosse Eidgenosse hatte einst gemahnt: «Machet den Zun nit zu wit» («Macht den Zaun nicht zu weit»). Und so haben die Eidgenossen abgelassen von ihrer Grossmachtpolitik, von ihrem Wahn, mächtig und gross zu werden wie der König von Frankreich, und haben sich aus Norditalien in einer Zeit wieder zurückgezogen, als es noch kein Juventus in Turin gab. So ist die Schweiz entstanden, wie wir sie heute kennen.

Ich hatte auch meinen Niklaus von Flüe. Der Juniorentrainer mit allen Diplomen, der inzwischen gar einen Meistertitel gewonnen hat, sagte mir schon vor unserem ersten Auftritt in der Champions League: «Da gehören wir gar nicht hin. Wenn überhaupt europäisch, dann höchstens in die European League.» Und recht hat er.

Die Grossen sind zu gross für uns. Und das ist gut so. Die Ehre haben wir ja bereits gerettet: wie Tom Lüthi sind wir in der «Königsklasse» auch noch ohne Sieg. Aber anders als unser berühmtester Töffrennfahrer haben wir bereits einen Punkt gewonnen.

Wir wären gar nicht dazu in der Lage, den Ruhm und das viele Geld zu verkraften, zu verarbeiten und zu verteilen, wenn wir auch noch im nächsten Frühjahr in der Champions League mitspielen dürften. Wir wissen noch zu gut, wie der Ruhm und das Geld aus der Champions League der Seele des FC Thun geschadet haben. Und der FC Basel ist nach jahrelangem europäischem Wahn inzwischen nur noch Mittelmass und in der helvetischen Meisterschaft kein Gegner mehr für uns.

So, wie es für uns nur noch eine theoretische Chance fürs europäische Überwintern gibt, so hat der FCB nur noch eine theoretische Titelchance. Wir werden 2019 wieder Meister. Das steht eigentlich schon fest. Und das ist alles, was zählt.

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