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Eine Super-League-Runde nach Zürichs Geschmack: FCZ-Verfolger lassen Federn, Sène mit Hattrick für GC gegen St. Gallen

Die 16. Runde der Super League stand ganz im Zeichen Zürichs. Der FC Zürich konnte sich dank ineffizienten Baslern im Kampf um die Meisterschaft einen Vorteil verschaffen. Bei GC Zürich spielte Stürmer Kaly Sène gross auf und schaffte einen Hattrick.

Pascal Kuba
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Der FC Zürich ist der grosse Gewinner der 16. Runde der Super League.

Der FC Zürich ist der grosse Gewinner der 16. Runde der Super League.

Marc Schumacher / freshfocus

FC Zürich weiterhin nicht zu stoppen

Zürichs Aiyegun Tosin und Antonio Marchesano bringen ihren Klub gegen Luzern nach zwölf Minuten bereits mit 2:0 in Führung.

Zürichs Aiyegun Tosin und Antonio Marchesano bringen ihren Klub gegen Luzern nach zwölf Minuten bereits mit 2:0 in Führung.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Der FC Zürich setzt im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Luzern seinen Erfolgslauf weiter und gewinnt mit 4:0. Der Erste der Super League nutzt in den ersten 12. Minuten zwei katastrophale Fehlpässe der Luzerner Hintermannschaft und geht durch Aiyegun Tosin und Antonio Marchesano mit 2:0 in Führung. In der 20. Minute ist es FCZ-Verteidiger Mirlind Kryeziu, der nach einem Eckball das 3:0 für seine Farben macht, den die Innerschweizer wiederum schlecht verteidigen.

Tosin ist es auch, der den Zürchern in der zweiten Halbzeit mit seinem Tor zum 4:0 den Endstand beschert. Somit sind die Luzerner auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Sandro Chieffo punktlos. Auf der anderen Seite feiert Zürich den vierten Sieg in Serie kann von den Ausrutschern seiner Verfolger profitieren.

Kastriot Imeri schiesst Servette gegen YB zum Sieg

Kastriot Imeri (rechts) und Nicolas Vouilloz (links) jubeln nach dem 2:1-Sieg der Genfer über Meister YB.

Kastriot Imeri (rechts) und Nicolas Vouilloz (links) jubeln nach dem 2:1-Sieg der Genfer über Meister YB.

Claudio De Capitani / freshfocus

Nach dem Sieg der Young Boys gegen Lugano schien die Resultatkrise des Schweizer Meisters vorüber. Am Samstagabend gehen die Berner aber erneut als Verlierer gegen Servette Genf vom Platz. Dabei sieht es zu Beginn nach einem lockeren Sieg für YB aus: Wilfried Kanga bringt die Heimmannschaft bereits in der 10. Minute in Führung. Diese verbucht auch danach ein Chancenplus. Vor der Halbzeitpause bringt sich YB jedoch selbst in Bredouille, als Christopher Martins in der Nachspielzeit seine zweite gelbe Karte sieht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kann Servette keinen Vorteil aus der nummerischen Überlegenheit ziehen, bis der eingewechselte Mohamed Camara in der 67. Minute den Genfer Kastriot Imeri im Strafraum zu Fall bringt. Der Neo-Nationalspieler nutzt seine Chance und versenkt den Penalty eiskalt. Knapp zehn Minuten später ist es wieder Imeri, der trifft: Der Stürmer zirkelt einen Freistoss aus spitzem Winkel sehenswert zum 2:1 ins Tor. Davon kann sich YB nicht mehr erholen und verliert somit den Anschluss an Leader Zürich.

Kasami rettet dem FC Basel einen Punkt

Basels Pajtim Kasami (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 1:1 in der Nachspielzeit gegen Lausanne.

Basels Pajtim Kasami (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 1:1 in der Nachspielzeit gegen Lausanne.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Der FC Basel kommt gegen Lausanne nicht über ein 1:1 hinaus. Die Gastgeber sind von Beginn an klar die dominante Mannschaft, lassen aber ihre sonst gelobte Effizient vermissen. In der 55. Minute schiesst Cabral einen Penalty an die Latte und läutet eine Phase der vergebenen Chancen ein, in der sich Lausanne-Keeper Mory Diaw auszeichnen kann.

Daneben kommt Lausanne immer wieder zu gefährlichen Entlastungsangriffen. Die Gäste sind es auch, die das Spielgeschehen auf den Kopf stellen: Nach einem Ballverlust kurz vor Spielende von Joelson Fernandes kontern die Lausanner und kommen gefährlich vors Tor. Dort grätscht Fernandes Hicham Mahou um und mutiert somit zum doppelten Unglücksraben. Stjepan Kukuruzovic lässt sich die Möglichkeit nicht nehmen und trifft zum 1:0 für Lausanne. In der Nachspielzeit schiesst der stark aufspielende Pajtim Kasami noch das wichtige 1:1 für Basel.

Kaly Sènes Hattrick bringt GC den Sieg

Mit seinen drei Toren brachte Kaly Sène GC drei Punkte gegen St. Gallen.

Mit seinen drei Toren brachte Kaly Sène GC drei Punkte gegen St. Gallen.

Andy Mueller / freshfocus

Für Gastgeber St. Gallen ist es gegen GC Zürich ein Nachmittag zum vergessen. Nach einem turbulenten Start beider Teams muss FCSG-Spieler Basil Stillhart in der 18. Minute nach einer rüden Aktion mit Rot den Platz verlassen. Zuvor hätte GC bereits durch Léo Bonatini in Führung gehen müssen, der Stürmer vergibt jedoch freistehend vor dem leeren Tor. In der 31. Minute bringt Kaly Sène GC dann in Führung. Etwas mehr als zehn Minuten später dann der Höhepunkt des Spiel: Sène macht per Seitfallzieher sehenswert das zweite Tor der Partie.

In der zweiten Halbzeit kann Sène nach einem schönen Angriff über GC-Kapitän Georg Margreitter und Ermir Lenjani seinen dritten Treffer markieren. Damit ist das Spiel für die Ostschweizer endgültig vorbei, jedoch ist der Zürcher Torhunger noch nicht gestillt: In der 83. Minute kontert sich GC mit dem neu eingewechselten Shkelqim Demhasaj, der auf Hayao Kawabe auflegt, zum 4:0.

Lugano bleibt mit Sieg gegen Sion an Basel dran

Mattia Bottani (Mitte) jubelt nach dem Tor zum 1:0 mit Olivier Custodio.

Mattia Bottani (Mitte) jubelt nach dem Tor zum 1:0 mit Olivier Custodio.

Urs Lindt / freshfocus

Im Tessin kommt der FC Lugano zu einem 2:0-Sieg gegen Sion. Dabei reichen den Luganesi vier Minuten, um die drei Punkte klar zu machen. In der 40. Minute haut Mattia Bottani den Ball unhaltbar in die obere Ecke. Nur vier Minuten später trifft Mikaël Facchinetti per Kopf zum 2:0 gegen eine passiv verteidigende Sion-Abwehr. In der Folge kommt Lugano zu weiteren Chancen, schafft es aber nicht, Kapital daraus zu schlagen. Mit dem Sieg der Mannschaft von Mattia Croci-Torti bleibt Lugano am FC Basel dran und holt sich gleichzeitig den dritten Tabellenrang von YB zurück.

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