Zahlen lügen nicht
Traorè und Lüchinger in der Startelf, Duah auf der Bank: Das ist die statistisch beste Aufstellung des FC St.Gallen

Wir präsentieren eine Startaufstellung, mit welcher der FC St.Gallen den Cupfinal statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent gewinnt. Einzig Goalie Lawrence Ati Zigi hat eine Siegchance von unter 50 Prozent.

Tim Naef
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Will FCSG-Coach Peter Zeidler am Pfingstmontag den Pokal in die Ostschweiz holen, muss er seine Mannschaft mit einem 4-4-2 und einer Raute im Mittelfeld auf den Platz schicken. Dies zumindest sagen die nackten Zahlen der aktuellen Saison aus.

Als Sieggarant gilt dabei Basil Stillhart. Wurde er in der aktuellen Spielzeit als linker Mittelfeldspieler in die Startformation beordert, gewann der FC St.Gallen zu 90 Prozent das Spiel. Stürmer Thody Élie Youan (63 Prozent) und Linksverteidiger Nicolas Lüchinger (61 Prozent) haben dabei die zweit- und dritthöchsten Siegwahrscheinlichkeiten bei Grünweiss.

Methoden

Die Daten für die Berechnung der Wahrscheinlichkeiten stammen von transfermarkt.ch.  Es wurden 35 Super-League- und 3 Cup-Spiele der aktuellen Saison verwendet, um die Prozentzahlen für jeden Spieler pro Position zu berechnen. Dabei ergeben sich Wahrscheinlichkeiten nach Endresultat (Sieg = 1, Unentschieden = 0.5, Niederlage = 0). Der jeweilige Gegner wurde nicht berücksichtigt.

Daraus ergibt sich die Startelf mit der statistisch höchsten Siegwahrscheinlichkeit. (Beispiel Siegwahrscheinlichkeit: Anzahl Spiele Sieg/Unentschieden/Niederlage geteilt durch Anzahl Spiele. Ein Beispiel für die Position im Sturm: Jérémy Guillemenot hat eine höhere Siegwahrscheinlichkeit als Startelfspieler (50%) im Vergleich zu seiner Jokerrolle (46%), verliert aber seinen Startplatz an seinen Sturmkollegen Adamu (51%).)

Duah besser als Joker

Den besten Torschützen der Ostschweizer, Kwadwo Duah, sollte Zeidler erst im Verlaufe des Spiels bringen. Hat der Stürmer eine Siegeswahrscheinlichkeit von 39 Prozent, wenn er von Anfang an spielt, steigt diese auf 61 Prozent, wenn er eingewechselt wird. Vertraut man den Daten, ist er aber auch der einzige Joker auf der Bank, den es sich einzuwechseln lohnt.

Was die restliche Ersatzbank der St.Galler betrifft, bestätigen die Daten, was sich bereits während der gesamten Saison andeutete:

Die Breite des Ostschweizer Kaders lässt zu wünschen übrig.

Den Daten zufolge haben die übrigen Ersatzspieler eine Siegeswahrscheinlichkeit von unter 50 Prozent: Jérémy Guillemenot (46), Tim Staubli (46), Musah Nuhu (42) und Boris Babic (38).

Siegwahrscheinlichkeiten im Überblick

Name Position Siegwahrscheinlichkeit in % Einsätze auf der Position Minuten im Durchschnitt
Alessandro Kräuchi RV
45
19 82
Basil Stillhart LM
90
5 87
Joker
67
6 29
IV
50
3 90
OM
41
16 84
DM
33
3 87
Betim Fazliji IV
50
34 88
Boris Babic Joker
38
20 22
MS
36
7 61
Boubacar Traorè LV
56
8 77
Joker
40
10 27
Chukwubuike Adamu MS
51
12 75
Joker
40
5 35
Euclides Cabral RV
50
7 88
Joker
40
10 18
LV
38
4 68
Jérémy Guillemenot MS
50
19 67
Joker
46
12 26
OM
43
7 70
Jordi Quintillà DM
50
32 90
Kwadwo Duah Joker
61
9 25
MS
39
27 77
Lawrence Ati Zigi TW
47
39 90
Leonidas Stergiou IV
52
31 90
RV
38
4 90
Lukas Görtler RM
50
36 88
Miro Muheim LV
46
27 86
Musah Nuhu Joker
42
6 16
IV
30
5 67
Nicolas Lüchinger RV
60
5 74
Salifou Diarrassouba Joker
0
4 26
Thody Élie Youan MS
62
8 74
Joker
47
15 24
LM
38
8 74
Tim Staubli Joker
46
27 17
Víctor Ruiz OM
55
10 76
LM
45
22 73
Joker
38
4 41
Yannis Letard IV
20
5 85