Swiss League

Was für den EHC Olten bis zum Saisonstart zu tun bleibt

Zuschauer mit Masken im Kleinholz.

Zuschauer mit Masken im Kleinholz.

Die Eishockeyklubs dürfen gemäss bundesrätlicher Verodnung zwei Drittel ihrer Sitzplätze füllen. Für den EHC Olten bedeutet das wahrscheinlich, dass er 2000 Zuschauer ins Kleinholz-Stadion lassen darf. Bis zum Saisonauftakt am 2. Oktober gegen La Chaux-de-Fonds bleibt viel zu tun. Und auch der Kanton muss mitspielen.

Das erste Test-Heimspiel des EHC Olten am Dienstagabend gegen den HC Lugano (4:3 nach Verlängerung) gab den etwas mehr als 600 Besuchern im Kleinholz schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was sie in der kommenden Saison regelmässig erwarten wird. Maskenpflicht, nur Sitzplätze, namentliche Registrierung, gesteuerte Zuschauerströme und strikte Kontrollen.

Die Konsequenzen sind spürbar: Maske nicht an auf der Tribüne? Man wird vom professionellen Sicherheitspersonal darauf hingewiesen, sie wieder korrekt anzuziehen. Trotz vollem Bierbecher in Reichweite. Da gibt es richtigerweise kein Pardon. Es empfiehlt sich ausserdem die rechtzeitige Anreise zu den Spielen, auch wenn es weniger Zuschauer als gewohnt haben wird. Der Registrationsprozess verlief im ersten Anlauf – logischerweise! – noch nicht reibungslos und wird nun aufgrund der ersten Erfahrungswerte angepasst. In den ersten Wochen wird deshalb sowieso vom Organisator auch ein wenig Improvisation und von den Gästen viel Geduld und noch mehr Disziplin verlangt sein. Nimmt man das Spiel gegen Lugano als Massstab, dann stimmt das zuversichtlich. Der Grossteil der Zuschauer hielt sich sehr gut an die Vorgaben.

Stand jetzt dürfen 2000 Zuschauer ins Stadion

Immerhin – und das steht über allem: Der EHC Olten kann nach der bundesrätlichen Verordnung endgültig mit einer Saison planen. Wie viele Zuschauer tatsächlich ins Kleinholz gelassen werden, das ist vorderhand noch nicht ganz sicher. Gemäss Vorgaben dürfen zwei Drittel der vorhandenen Sitzplätze besetzt werden. Das heisst für den EHCO Stand jetzt, dass er unter Einberechnung der existierenden 800 Sitzplätze auf der Haupttribüne und den bis zu 2200 geplanten auf den temporären Sitzplatztribünen mit einer Kapazität von 2000 Zuschauern pro Spiel kalkulieren darf.

Gut möglich aber, dass man nun auf der Suche nach weiteren Sitzplatzmöglichkeiten noch einmal über die Bücher geht, um die maximal zulässige Anzahl Besucher zu erhöhen. Am Freitag wird bei einem Treffen mit dem Stadionbesitzer, der Sportpark AG, entschieden, wie das weitere Vorgehen im Detail aussehen wird.

Offen sind auch noch Fragen, betreffend An- und Abreise der Zuschauer und in diesem Zusammenhang die Steuerung der Publikumsströme ausserhalb des Stadions. Die EHCO-Verantwortlichen haben sich diesbezüglich schon länger konkrete Gedanken gemacht. Jetzt geht es darum, sie in praktikable und coronakonforme Konzepte umzusetzen. Denn letztlich muss der Kanton die Bewilligung für die Eishockeyspiele erteilen. Da muss jedes Detail stimmen.

Verschlechtert sich die epidemiologische Situation im Kanton Solothurn in den nächsten vier Wochen nicht dramatisch, dann dürfte also am Freitag, 2. Oktober, tatsächlich das erste Meisterschaftsspiel der neuen Swiss-League-Saison im Kleinholz gegen den HC La Chaux-de-Fonds über die Bühne gehen. Und das Warten hat ein Ende.

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