Lockout
NHL-Superstar Sidney Crosby denkt laut über ein Engagement in Europa nach

Der kanadische Eishockey-Superstar Sidney Crosby ist frustriert über den andauernden Lockout, wie er gegenüber US-Medien durchblicken liess. Die aktuellen Verhandlungen zwischen der Spielergewerkschaft NHLPA und den Teambesitzern seien unproduktiv.

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NHL-Superstar Sidney Crosby würde den Anzug gerne wieder gegen das Trikot tauschen.

NHL-Superstar Sidney Crosby würde den Anzug gerne wieder gegen das Trikot tauschen.

Keystone

In ganz Europa warten die Eishockeyfans darauf, dass sich Sidney Crosby entschliesst, für einen europäischen Klub aufzulaufen. Trotz der laufenden Verhandlungen über ein Ende des NHL-Lockouts verdichten sich nun die Zeichen, dass es bald so weit sein könnte.

«Je länger der Lockout andauert, desto mehr erwäge ich ein Engagement in Europa», sagte Crosby gestern Montag gegenüber dem Onlineportal der «Tribune Review», der zweitgrössten Zeitung Pittsburghs. Der Star der Pittsburgh Penguins habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er unbedingt aufs Eis zurückkehren wolle, berichtet die Zeitung weiter.

Lockout-Gespräche sind ein Auf und Ab

Dass die Gespräche zuletzt ins Stocken kamen, stimmt den 25-Jährigen bedenklich. «Ich möchte wirklich optimistisch sein, aber das ist im Moment nicht einfach», sagte Crosby weiter. Die Verhandlungen verliefen wie eine Achterbahnfahrt. «An einem Tag denkst du, dass die Gespräche grossartig laufen. Nur um am nächsten festzustellen, dass das Treffen nach fünf Minuten vorbei ist.»

Crosby hat kein Verständnis, für die Forderungen der Teambesitzer: Die NHL sei nunmal die stärkste Liga der Welt. «Weshalb sollte also etwas daran geändert werden? Etwas das nicht kaputt ist, repariert man nicht.»

Der Kanadier ärgert sich auch darüber, dass Inhalte der Verhandlungs-Gespräche an die Öffentlichkeit gelangt sind. «Wenn uns die Liga etwas zu sagen hat, dann soll sie mit uns sprechen und nicht mit den Journalisten.»

Crosby liebäugelt also mit einem Transfer nach Europa. Wohin es ihn allenfalls ziehen würde, lässt der Captain der Penguins aber offen. So können die Eishockeyfans in Schweden, Deutschland oder auch in der Schweiz weiterhin hoffen. (dfs)

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