Eishockey
Ex-Nationalspieler Duri Camichel in Costa Rica tödlich verunglückt

Bei einem Autounfall in Costa Rica ist Duri Camichel (†32) tödlich verunfallt. Auch Reisepartner Harry Andereggen (†54), der Personal-Trainer von Mark Streit, liess bei der Tragödie sein Leben.

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Duri Camichel verbrachte seine letzten beiden Jahre als Profi bei den Rapperswil-Jona Lakers.

Duri Camichel verbrachte seine letzten beiden Jahre als Profi bei den Rapperswil-Jona Lakers.

Keystone

Schock für das Schweizer Eishockey: Der ehemalige Internationale Duri Camichel ist im Alter von knapp 33 Jahren bei einem Autounfall in Costa Rica tödlich verunglückt.

Marc Furrer, Präsident von Swiss Ice Hockey, und Florian Kohler, CEO von Swiss Ice Hockey: «Wir sind sehr betroffen und erschüttert. Swiss Ice Hockey spricht den Familien und Hinterbliebenen ihr tief empfundenes Beileid aus. Zudem wünschen wir unseren Nationalspielern in Prag viel Kraft, um diesen tragischen Verlust verarbeiten zu können.»

Camichel spielte den grössten Teil seiner Karriere für Zug. 2012 wechselte er zu den Rapperswil-Jona Lakers, bei denen er im Januar 2014 seine Karriere abrupt beendete. Insgesamt bestritt der Engadiner 693 NLA-Partien. Für die Schweiz bestritt er insgesamt 32 Länderspiele. 2007 nominierte ihn Ralph Krueger für die WM in Moskau.

Nebst Camichel starb bei dem Unfall auch Harry Andereggen, der langjährige persönliche Trainer von Nationalmannschafts-Captain Mark Streit und zahlreichen weiteren Schweizer Eishockey-Spielern. Besonders hart für Streit: Erst vor wenigen Tagen starb seine 99-jährige Grossmutter.

Das Schweizer Nationalteam erfuhr die Nachricht vor dem ersten Eistraining in Prag. Es sei für alle ein Schock gewesen, hiess es aus der Kabine. Der Grossteil der Spieler hat sowohl Camichel als auch Andereggen persönlich gekannt.

Die St. Moritzer Familie Camichel wurde schon oft von Schicksalsschlägen heimgesucht. Vater Werner Camichel, Bob-Olympiasieger in Sapporo 1972 im Vierer von Jean Wicky, starb vor neun Jahren an Krebs. Duris Bruder Corsin, ebenfalls ein Eishockeyprofi, musste nach einer Krebserkrankung seine Karriere beenden.

Nationalcoach Glen Hanlon überliess es den Spielern, ob sie trainieren wollen. Das gesamte Team absolvierte jedoch die Einheit – ausser Roman Josi, der erst während des Trainings im Stadion eintraf, und Kevin Fiala, der in New York den Anschlussflug verpasste und erst am Donnerstag in Prag eintrifft. (fox/syl/si)

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