Saisonvorschau
Die Krux mit der Erwartungshaltung

Teil 9 von 12 der NLA-Saisonvorschau widmet sich dem HC Lausanne. Das Überraschungsteam der letzten Saison hat sich noch einmal verstärkt und verspürt erstmals so richtig Druck.

Marcel Kuchta
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Joël Vermin: Der neue Hoffnungsträger für den HC Lausanne.

Joël Vermin: Der neue Hoffnungsträger für den HC Lausanne.

Keystone

Der neue Hoffnungsträger: Joël Vermin.

Nach drei Saisons in Nordamerika (mit 18 NHL- und 181 AHL-Spielen) ist der 25-Jährige in diesem Sommer wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Aber nicht zu seinem Stammklub Bern, sondern zu Lausanne. Was viel aussagt über die Ambitionen der Waadtländer. In Lausanne wird nicht länger gekleckert, sondern geklotzt. Finanziell kann man dank der ehemaligen Kloten-Investoren aus Übersee inzwischen mit den Grossklubs der Liga mithalten. Joël Vermin ist der erste grosse Schweizer Transfer der Lausanner und ein deutliches Signal an die Konkurrenz nach dem Motto: «Achtung, hier ist viel Geld vorhanden».

Serie zum Saisonstart

Am Donnerstag, 7. September, beginnt die Schweizer Eishockey-Meisterschaft mit dem Léman- Derby zwischen Servette und Lausanne. Die «Nordwestschweiz» beleuchtet jeden Tag drei NLA-Teams und sagt, wer die neuen Hoffnungsträger, die alten Sorgenkinder und die Schlüsselspieler sind.

Das alte Sorgenkind: Jonas Junland.

Die Playoffs haben gezeigt, dass Lausanne noch nicht ganz zu den Spitzenteams gezählt werden darf. Der schwedische Verteidiger, der eine überragende Qualifikation spielte (39 Skorerpunkte), steht stellvertretend für die schwache Playoff-Performance des Teams, welches gegen den HC Davos mit 0:4 Siegen rausflog. Junland ging punktemässig leer aus und hatte eine Minus-6-Bilanz aufzuweisen.

Jonas Junland: Das schwedische Sorgenkind, steht stellvertretend für die schwache Playoff-Performance des Teams.

Jonas Junland: Das schwedische Sorgenkind, steht stellvertretend für die schwache Playoff-Performance des Teams.

KEYSTONE/PPR/CYRIL ZINGARO

Der Schlüsselspieler: Sandro Zurkirchen.

In Lausanne steht und fällt die Leistung der Mannschaft mit jener des Goalies. Zurkirchen (27) soll Altstar Cristobal Huet (42) auf dessen letztem Wegstück Richtung Rentnerdasein begleiten, aber selber schon die Rolle der Nummer eins übernehmen. In Ambri hatte Zurkirchen hinter einem schwachen Team einen schweren Stand. In Lausanne muss er der Rückhalt eines Spitzenteams sein.

Sandro Zurkirchen: Der Schlüsselspieler zwischen den Pfosten des HC Lausannes.

Sandro Zurkirchen: Der Schlüsselspieler zwischen den Pfosten des HC Lausannes.

Keystone

Der Trainer: Dan Ratushny.

Dan Ratushny wurde dem guten Ruf, der ihm vorauseilte, vollauf gerecht und führte seine Mannschaft in seiner ersten Saison als NLA-Trainer gleich auf Qualifikationsplatz 4. Der Kanadier hat gezeigt, dass er zu den besten Headcoachs der Liga gehört. Nun muss aber auch er mit der gesteigerten Erwartungshaltung zurechtkommen. Die Playoffs waren der erste «Tolggen» im vorher makellosen Reinheft.

Dan Ratushny: Der Trainer.

Dan Ratushny: Der Trainer.

KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Fazit

Auf dem Papier ist die Mannschaft noch stärker geworden. Ebenso stark ist der Druck, der im hockey-verrückten Lausanne entsteht. Für die Playoffs reicht es trotzdem locker.

«Nordwestschweiz»-Tipp

6. Rang nach der Qualifikation

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