Spengler Cup

Del Curto sei dank: Auch Davos vorzeitig im Halbfinal

HCD-Headcoach Arno Del Curto treibt seine Mannschaft an

HCD-Headcoach Arno Del Curto treibt seine Mannschaft an

Im ersten Turnier nach der Modusänderung hat der HC Davos sein Zwischenziel nach 120 Minuten bereits erreicht.

Der 14-fache Spengler-Cup-Champion ist dank dem 3:2 gegen das Team Canada direkt in den Halbfinal vorgestossen.

Die Tschechen-Fraktion der Bündner ist auch auf der internationalen Show-Bühne in der Altjahreswoche kaum zu stoppen. Nach dem temporären Ausgleich der Kanadier schufen Taticek (24.) und Bednar (31.) mit ihrer Tor-Doublette die entscheidende Differenz. Die heiklen Szenen vor Keeper Reto Berra hätte sich der lange dominante HCD in der Schlussphase ersparen können, wenn Sykora und Guggisberg kurz zuvor ihre Konter verwertet hätten.

Dank des Efforts von Taticek und Co. hat sich der HCD nun eine vorteilhafte Konstellation geschaffen. Derweil die Kanadier nun in einer Zusatzschleife gegen die punktelosen Prager das Out verhindern müssen, kommen die makellosen Gastgeber in den Genuss eines weiteren Ruhetags. Im Halbfinal am Donnerstagabend (20.15 Uhr) ist aber bereits das nächste Duell mit dem Team Canada möglich.

Im "Klassiker" gegen die Kanadier startete der HCD ohne den geringsten Respekt. Nach 106 Sekunden konfrontierte die Formation um Sandro Rizzi die nordamerikanische NLA-Auswahl mit dem ersten unlösbaren Problem. Mit einer perfekten Kombination spielten die Bündner das Team Canada aus. Am Ende der Passserie schob Rizzi den Puck ein.

Die Antwort der Gäste folgte mit reichlich Verspätung. Unmittelbar nach der ersten Pause reagierte Ambris Lehoux nach einem Abpraller von Reto Berra, der Stammkeeper Leonardo Genoni insgesamt gut vertrat, schneller als alle Davoser. Vom Ausgleich liess sich der HCD indes keineswegs irritieren. Praktisch im Gegenzug überraschte Taticek Martin Gerbers Teamkollege Jeff Deslauriers mit einem präzisen Schlenzer.

Wie in der bislang überaus erfolgreichen NLA-Kampagne des Spengler-Cup-Rekordsiegers brillierte der "Ost-Block" mit Topskorer Sykora abermals. Mit ihrem Speed und Variantenreichtum setzte diese exzellente Angriffslinie den Canada-Professionals erheblich zu. Das war nicht nur beim 3:1 Bednars (31.) erkennbar. Mark Messier, die NHL-Überfigur an der Bande, verlangte deshalb relativ früh ein Timeout (33.).

Zupass kam den "Selects" nach der intensiven Ansprache von Messier, dass sich die Bündner danach eine regeltechnische Rarität leisteten: Innerhalb von 53 Sekunden beförderten sie den Puck in der eigenen Rinkhälfte dreimal über die Abschrankung. Die dreifache Spielverzögerung kostete Davos den Zweitore-Vorsprung - der Berner Offensiv-Verteidiger Roche traf zum 2:3 -, aber nicht den wichtigen Sieg.

Davos - Team Canada 3:2 (1:0, 2:2, 0:0).

Vaillant-Arena. - 6432 Zuschauer (ausverkauft). - SR Baluska (Slk)/Rochette, Kohler/Arm. - Tore: 2. Rizzi (Dino Wieser, Jan von Arx) 1:0. 22. Lehoux (McLean/Ausschluss Rizzi) 1:1. 24. Taticek (Guggisberg) 2:1. 31. Bednar (Sykora) 3:1. 35. Roche (Lehoux/Ausschlüsse Sykora, Taticek; Kwiatkowski) 3:2. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen das Team Canada.

Davos: Berra; Cook, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Kutlak; Tallarini; Guggisberg, Reto von Arx, Taticek; Sejna, Bednar, Sykora; Sciaroni, Rizzi, Dino Wieser;

Team Canada: Deslauriers; Roche, Curtis Murphy; Popovic, DuPont; Cory Murphy, Kwiatkowski; Westcott; Brooks, Landry, Pelletier; Kariya, Holden, Aubin; Vigier, Metropolit, McLean; Lehoux, Pittis, Bell.

Bemerkungen: HCD ohne Marha (angeschlagen), Stoop, Marc Wieser (beide überzählig), Giannini, Guerra, Untersander (alle U20-WM). 33. Timeout von Team Canada. Die Kanadier ab 58:40 ohne Goalie.

Gruppe Cattini: HC Davos - Team Canada 3:2 (1:0, 2:2, 0:0).

Rangliste (je 2 Spiele): 1. HC Davos 6. 2. Team Canada 3. 3. Spartak Moskau 0

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