Das im Kampf um die Vergabe der Playoff-Plätze so kapitale Tessiner Derby hielt, was die Affiche an Zunder und Spannung versprach. Ein wiederholt offener Schlagabtausch, eine spektakuläre Wende, unnachgiebiges Zweikampfverhalten und Emotionen pur prägten das Geschehen auf dem Eis.

Zwei Treffer von Lugano und einer von Ambri-Piotta wurden jeweils erst nach Konsultationen der Video-Bilder anerkannt. Und Ambri-Piotta machte aus einem 1:3-Rückstand nach zehn Minuten bis zur 26. Minute eine 4:3-Führung.

Mit Ambris Fabio Hofer, dem österreichischen Nationalstürmer mit Schweizer Lizenz, und Luganos Topskorer Gregory Hofmann gab es zwei Doppeltorschützen. Für Ambri realisierten zudem noch Matt D'Agostini (2 Assists), Elias Bianchi (1/1) und Diego Kostner (1/1) ebenfalls zwei Skorerpunkte.

Hofer erzielte mit den Treffern zum 1:2 und 3:3 (in Überzahl) seine Meisterschaftstore Nummer 10 und 11. Und Hofmann hatte Lugano mit zwei Toren und einem Assist in den ersten 10 Minuten zu einer 3:1-Führung geführt. Dabei erzielte der Goalgetter bereits zum siebten Mal in der laufenden Meisterschaft das 1:0 - am Freitag bereits nach 72 Sekunden.

Der tschechische Schwerarbeiter Jiri Novotny gab bei Ambri nach rund dreiwöchiger Verletzungspause (Knie) ein früheres Comeback als erwartet. Dies auch deshalb, weil Ambri-Piotta trotz dem weiter verletzungsbedingten Fehlen von Bryan Lerg für den Rest der Qualifikation auf ein Engagement eines weiteren Ausländers verzichtet.

Ambri-Piotta feierte mit dem Erfolg über Lugano den zehnten Sieg aus den letzten zwölf Heimspielen. Zudem gewannen die Leventiner vier von sechs Tessiner Derbys in der laufenden Saison.