Vertreter des Schweizer WM-Organisationskomitees, angeführt von Geschäftsführer Gian Gilli und Sportdirektor Ueli Schwarz, holten in den letzten Tagen an der WM in der Slowakei "letzte Eindrücke" ab (Zitat Gian Gilli). Die Schweizer Crew begibt sich nicht auf organisatorisches Neuland. Sowohl Gilli (Geschäftsführer schon bei der WM 2009 in Bern und Kloten) wie Schwarz arbeiteten schon bei der WM vor zehn Jahren im OK an vorderster Front mit.

Die WM in der Schweiz soll Geschichte schreiben. "Let's Make History!", so das offizielle Motto. Entsprechend sind die 1000 freiwilligen Helfer nicht "Volunteers" sondern "History Makers". "Der Impuls für dieses Motto kam von der Nationalmannschaft", sagt Gian Gilli. "Das gefiel uns. Das wollten wir übernehmen. Die Aussage zeugt von Mut. Auch wir Organisatoren wollen mit der Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne etwas Besonderes schaffen."

Gilli gilt als einer der erfolgreichsten Schweizer Sport-Manager. Nebst der Eishockey-WM 2009 organisierte er auch die Ski-WM 2003 in St. Moritz; später führte er als Leiter Spitzensport olympische Missionen an. Sein Job als WM-Geschäftsführer ist es, für den Schweizer Verband den Gewinn zu optimieren. Inoffizielle anderthalb Millionen erhält der Schweizer Verband alleine für die Ausrichtung der WM.

Um ökonomisch auf eine "schwarze Null" zu kommen, müssen die Organisatoren bei einem Budget von 50 Millionen Franken rund 21 Millionen generieren und 307'000 Tickets verkaufen. Zum Vergleich: Die letzten Weltmeisterschaften in der Schweiz mobilisierten 224'500 (1998) und 300'000 Zuschauer (2009). Das Fassungsvermögen der Arenen Hallenstadion (10'200) und Lausanne-Malley (8500) ist ähnlich gross wie vor zehn Jahren in Bern (11'454 Plätze) und Kloten (6300).

Die erste Phase des Vorverkaufs begann im Mai, die nächsten Phasen starten im Herbst nach der Veröffentlichung des Spielplans und Anfang 2020 (Einzeltickets).