Eishockey
Eishockey-Meistertitel wird auch im Worst-Case-Szenario vergeben

Die Clubs der National League und der Swiss League haben Massnahmen für einen möglichen Corona bedingten Saisonabbruch diskutiert. Definiert wurde, wie die Tabelle berechnet und in welchen Fällen ein Schweizer Meister gekürt wird.

Gina Kern
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Berns Simon Moser hebt am 20. April 2019 den Pokal zum Meistertitel in der Post Finance Arena in Bern.

Berns Simon Moser hebt am 20. April 2019 den Pokal zum Meistertitel in der Post Finance Arena in Bern.

KEYSTONE

Pandemiebedingt fand die Ligaversammlung virtuell statt. Im wichtigsten Punkt war man sich einig: Auch wenn die Meisterschaft aufgrund höherer Gewalt während der Regular Season abgebrochen werden muss, wird ein Schweizer Meister gekürt, sofern jedes Team der entsprechenden Liga mindestes 75 Prozent aller Spiele der Qualifikation absolviert hat. In der National League sind das mindestens 39 von 52 Spielen, in der Swiss League 35 von 46 Spielen. Dies teilten die Ligen am Montag in einem Schreiben mit.

Die wichtigsten Kriterien:

  • Gleiche Anzahl Punkte : Haben zwei Mannschaften die gleiche Anzahl Punkte, wird das Team mit mehr Spielen besser klassiert. Ist der Wert danach immer noch gleich, wird die Mannschaft mit mehr absolvierten Auswärtsspielen besser klassiert.
  • Direktbegegnungen: Bei einer ungleichen Anzahl Direktbegegnungen zwischen mehreren punktgleichen Mannschaften ist die kleinere Anzahl Direktbegegnungen massgebend. Im weiteren könnte die Tordifferenz (Differenz/Anzahl Spiele) und der höhere Quotient geschossener Tore (geschossene Tore/Anzahl Spiele) eine Rolle spielen.

Playoffs

Müsste die Saison während den Playoffs abgebrochen werden, ist der Erstplatzierte der Regular Season automatisch Schweizer Meister, sofern das Team zum Zeitpunkt des Abbruchs noch im Playoff-Rennen ist. Ist der Quali-Sieger der National League bereits ausgeschieden, gibt es keinen Schweizer Meister.

Verlängerung Transferfrist

Der Internationale Eishockeyverband IIHF entschied, die Transferfrist in der Saison 2020/2021 bis zum 1. März zu verlängern. Die Schweizer Clubs entschieden demzufolge, die Frist für Transfers innerhalb der Schweiz vom 31. Januar auf den 15. Februar zu verlängern.