Der erste Anlauf fürs Abendtraining in Oberwinterthur fiel wortwörtlich ins Wasser. Der starke Regen hatte ein Training verunmöglicht. Das Terrain war damals schlicht nicht bespielbar. Am Pfingstmontag nahm man nun einen zweiten Anlauf. Doch auch diesmal verhiessen die Wetterprognosen nichts Gutes. Doch als es kurz nach 17 Uhr losging, blickte tatsächlich die Sonne zwischen den dunklen Regenwolken hervor.

Perfektes Timing, denn genau zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals das offizielle WM-Maskottchen vorgestellt. «Üle» heisst es und ist eine Eule. Der Name des Maskottchens ist nicht zufällig gewählt: Es ist der Rufname des Schweizer Captains Ueli Rebsamen. Und entsprechend trägt Eule «Üle» auch ein Trikot mit der Nummer 5 – genau wie Rebsamen.

Eule «Üle» als WM-Maskottchen

Schöpferin des WM-Maskottchens ist Adéla Lang. Die Tochter des Schweizer Nationaltrainers Oliver Lang hatte die Idee für das Maskottchen und hat dessen Entstehung von der ersten Skizze bis zur Produktion eng begleitet. Mit dem Ergebnis ist sie zufrieden. «Es ist wirklich cool geworden», sagt Adéla Lang, die das Kostüm auch während der WM tragen und so im und ums Stadion für Stimmung sorgen wird. «Ich muss noch ein wenig üben, denn die Sicht im Kostüm ist ziemlich beschränkt. Geradeaus laufen geht, aber sobald eine Treppe kommt, wirds schwierig.»

Der erste offizielle Einsatz von WM-Maskottchen «Üle» beim Einlaufen der Schweizer Nationalmannschaft.

Der erste offizielle Einsatz von WM-Maskottchen «Üle» beim Einlaufen der Schweizer Nationalmannschaft.

Nach dem Fototermin mit der Nati und einem kurzen gemeinsamen Einlaufen hatte WM-Maskottchen «Üle» seinen ersten Auftritt hinter sich und die Zuschauer auf dem Sportplatz Guggenbühl in Oberwinterthur konnten das Training der Nationalmannschaft verfolgen. Es war das dritte von insgesamt sechs Abendtrainings, das die Schweizer Nationalspieler im Hinblick auf die Heim-WM in Winterthur absolvieren. «Bei diesen Trainings geht es darum, dass wir unseren Spielern in regelmässigen Abständen Inputs geben können und wir gemeinsam an der Abstimmung arbeiten können», so Hanspeter Brigger, der die Nationalmannschaft gemeinsam mit Oliver Lang führt.

Organisatoren sind auf Kurs

Unter den Zuschauern am Spielfeldrand war auch Fabio Schiess. Er hat gemeinsam mit Stephan Reichmuth den Event für den TV Oberwinterthur organisiert und ist zudem auch Vize-Präsident im Organisationskomitee der Faustball Weltmeisterschaft. «Wir sind auf Kurs, was die Organisation anbelangt», so Schiess. «Bis jetzt haben wir bereits 6500 Tickets verkauft. Damit sind wir zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden, hoffen aber auch noch auf viele weitere Zuschauer.» Aktuell kann man von attraktiven Vorverkaufspreisen und Gruppenrabatten profitieren.

Nationaltrainer Hanspeter Brigger erklärt seinen Spielern, wo es lang geht.

Nationaltrainer Hanspeter Brigger erklärt seinen Spielern, wo es lang geht.

Damit die WM ein Erfolg wird, zählen die Organisatoren aber nicht nur auf viele Zuschauer, sondern auch auf zahlreiche Helfer. Rund 4000 Helfereinsätze braucht es, um alle anfallenden Aufgaben bewältigen zu können. Rund 3000 davon sind bereits vergeben. «Damit sind wir zwar im Fahrplan, benötigen aber noch immer in allen Bereichen Unterstützung», sagt Fabio Schiess.

Testspiel gegen Deutschland

Gegen Ende des Trainings traf der angekündigte Regen doch noch ein. Für die Faustballnati war das jedoch kein Problem. Bei strömendem Regen absolvierten sie ein Trainingsspiel, bei dem sie den Zuschauerinnen und Zuschauer beste Unterhaltung boten.

Nächster Fixpunkt in der WM-Vorbereitung der Männer ist das Trainingsweekend am 21. und 22. Juni in Oberentfelden, das mit dem Testländerspiel gegen Deutschland am Sonntag 23. Juni endet. Dieses Kräftemessen mit dem amtierenden Weltmeister findet direkt vor der Schlussfeier des Eidgenössischen Turnfestes in Aarau statt.

Hinweis: Vom 11. bis 17. August findet in Winterthur die Faustball Weltmeisterschaft statt. Tickets und alle weiteren Informationen gibt es unter www.fistballmwc.com