Ski Alpin im Umbruch

Die aktuelle Lieblingsdisziplin der Schweizer Skifahrer wird bald abgeschafft

Wendy Holdener schreit ihre Freude über WM-Gold 2017 hinaus.

Wendy Holdener schreit ihre Freude über WM-Gold 2017 hinaus.

Die Ski-Schweiz und die Alpine Kombination: Das ist aktuell eine Liebesgeschichte. Wendy Holdener und Luca Aerni haben in St.Moritz beide WM-Gold geholt. Doch der Disziplin, die auf dem Sterbebett liegt, soll nun der Todesstoss versetzt werden.

Wer ist der kompletteste Skirennfahrer? Eine grundsätzlich interessante Frage, die in einem Wettkampf mit einem Abfahrts- und einem Slalom-Durchgang beantwortet wird. Dumm nur: Die wenigsten Athleten finden diese Frage so interessant wie die Macher des Ski-Weltcups. Und deshalb steht die Alpine Kombination vor dem Aus.

Sensations-Weltmeister Luca Aerni küsst seine Goldmedaille.

Sensations-Weltmeister Luca Aerni küsst seine Goldmedaille.

An einer Konferenz des Ski-Weltverbands FIS, die von morgen bis Sonntag in Slowenien stattfindet, soll es ihr gemäss der österreichischen Nachrichtenagentur APA an den Kragen gehen. Dass ab dem Winter 2020/21 keine Kombinationen mehr im Weltcupkalender figurieren, gelte als beschlossen. Statt dieser Wettkämpfe sollen vermehrt City- bzw. Parallel-Events durchgeführt werden. Die letzten Kombinations-Wettkämpfe sind demnach für die WM 2019 im schwedischen Are geplant.

Verschwindet auch der Super-G?

Auf der Traktandenliste steht offenbar auch die Debatte über kleinere Startfelder. «Die Fernsehstationen steigen nach der Nummer 30 aus, da sind aber oft noch 50 Läufer am Start», nennt FIS-Renndirektor Markus Waldner den Anlass für die Diskussion.

Auch der Super-G steht auf dem Prüfstand. Er könnte ebenfalls abgeschafft und durch Sprint-Abfahrten in zwei Durchgängen ersetzt werden. «Man sieht oft kaum Unterschiede», sagt Waldner über Abfahrt und Super-G. Deshalb stelle sich die Sinnfrage.

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