Super League
Der FC Basel lässt Luzern mit einem 3:1-Sieg abprallen und feiert Doppeltorschütze Janko

Der FC Luzern aus der Spitzengruppe der Super League musste sich dem klaren Leader Basel in dessen Stadion beugen. Die überlegenen Basler siegten mit zwei Toren von Marc Janko verdientermassen 3:1 und feiern damit ihren fünften Sieg in Folge.

Markus Brütsch
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Der FCB bedankt sich bei seinen Fans.
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Auch Luzern klatscht für seine angereisten Anhänger.
Kevin Bua (mitte) wurde kurz vor Schluss noch eingewechselt.
Der Luzerner Cedric Itten (rechts) vergibt eine grosse Chance.
Der Luzerner Tomi Juric (links) im Kampf um den Ball gegen den Basler Adama Traore.
Renato Steffen zieht Volley ab.
Die Basler feiern das 3:1 durch Janko.
Alexander Fransson im Angriff.
Renato Steffen liefert sich mit Simon Grether (links) einen körperbetonten Zweikampf.
Jeder will mitreden bei der Diskussion mit dem Schiedsrichter.
Der Luzerner Christian Schneuwly (links) im Kampf um den Ball gegen den Basler Mohamed Elyounoussi.
Marc Janko schiebt Elyounoussis Vorlage zum 2:0 für Basel ein.
FC Basel - Luzern (2016/17, 22. Runde)
Basels Stürmer Mohamed Elyounoussi (links) im Kampf um den Ball gegen den Francois Affolter.
Alexander Fransson (links) umdribbelt den Luzerner Hekuran Kryeziu.
Marek Suchy jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.
Suchy verwertete eine Freistossflanke Zuffis wunderschön per Kopfball in die linke hohe Ecke.
Die Basler jubeln zusammen
Marc Janko hat Mühe bei der Ballannahme.
Die Mannschaften betreten das Stadion.
Die Luzerner Fans in Fasnachtsstimmung.
Sie haben sich als Clowns verkleidet.
Mit viel Getöse empfangen die Luzerner Fans ihre Mannschaft.
Der Basler Trainer Urs Fischer (links) begrüsst den Luzerner Trainer Markus Babbel.

Der FCB bedankt sich bei seinen Fans.

Keystone

Zwölf Minuten vor Schluss hätte Cédric Itten seinem Besitzer den Nachmittag beinahe noch verdorben. Nach einem Ballverlust von Geoffroy Serey Die drosch die Basler Leihgabe die Kugel freistehend aus acht Metern über das Tor, die riesige Chance zum 2:2 auslassend. «Schade, die Vorarbeit war perfekt und Zeit genug hatte ich auch. Diesen Ball hätte ich reintun müssen», sagte der Joker.

Hätte Itten den Ausgleich erzielt und seinem Team einen Punkt beschert, so wäre es ein viel zu guter Lohn für ein Spiel geworden, das nur der FC Basel zu gewinnen verdiente. Doch weil der Heimklub kurz danach durch Marc Jankos elften Saisontreffer das 3:1 geschossen hatte, mussten die enttäuschten Luzerner den St. Jakob-Park zum vierten Mal in Folge mit drei Gegentreffern im Gepäck verlassen.

Davide Callà: «Ich habe noch viel Hunger auf Fussball»

Der Applaus ist gross, als der FC Basel vor dem Spiel vermelden kann: Davide Callà bleibt dem Schweizer Meister erhalten. Callà, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, hat bis Ende Saison 17/18 unterschrieben. «Ich freue mich riesig und habe noch viel Hunger auf Fussball», sagte er mit einem breiten Grinsen nach dem Abpfiff. Er habe keine Sekunde gezögert. «Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben und wollten daher die Zusammenarbeit auch verlängern.»

Gefreut haben sich aber nicht nur der Publikumsliebling und seine Fans, sondern auch seine Teamkollegen. «Das sind grossartige News, wir sind alle glücklich, weil Davide ein super Mensch ist», sagte Marek Suchy stellvertretend für das Team. Und auch Chefcoach Urs Fischer beglückwünschte Callà: «Er hat sich das verdient und ich freue mich unheimlich für ihn.»

Dass es nach drei 0:3-Niederlagen diesmal wenigstens zum Ehrentreffer gereicht hatte, konnte nur ein schwacher Trost sein. «In der ersten Halbzeit hatten wir zu viel Respekt und konnten überhaupt nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten», sagte Trainer Markus Babbel. «Nach der Pause waren wir mit dem Gegner auf Augenhöhe und hätten mit einem Quäntchen Glück noch den Ausgleich erzielen können.»

Der Deutsche hatte im Hinblick auf den Cup-Viertelfinal am Mittwoch in Aarau mit Marco Schneuwly den besten Torschützen und mit Markus Neumayr den Akteur mit den zweitmeisten Skorerpunkten aus der Mannschaft rotiert. «Die beiden sind nicht mehr die Jüngsten, uns aber winkt eine Riesenchance, in den Halbfinal einzuziehen. Deshalb die Umstellungen», sagte Babbel.

Keine Schonung beim FCB

Obwohl auch der FCB am Donnerstag gegen den FC Zürich zu einem wichtigen Cupmatch antritt, wollte der Basler Trainer nichts davon wissen, den einen oder anderen Spieler zu schonen. «Wenn man jedes Spiel gewinnen und auch noch gut spielen muss, geht das nicht», sagte Urs Fischer.

Und so siegte sein Team schliesslich nicht nur zum fünften Mal in Folge und verteidigte den 17-Punkte-Vorsprung auf YB, sondern spielte in der ersten Halbzeit einen ausgezeichneten Fussball. Marek Suchy (19.) nach einer Freistossflanke von Luca Zuffi sowie Janko (34.) nach Vorarbeiten von Mohamed Elyounoussi und Zuffi hatten die Basler Überlegenheit in Tore umgemünzt.

Mit dem 2:0 kam der Leistungsunterschied indes nur unzureichend zur Geltung. Der für den verletzten Captain Matias Delgado auf der Zehnerposition eingesetzte Alexander Fransson vergab gleich zwei hochkarätige Chancen. «Die Effizienz war in der ersten Halbzeit das Einzige, was nicht gut war», sagte Fischer. Dass die Basler nach einem Gegentor von François Affolter (36.) aus dem Nichts nur mit einem 2:1-Vorsprung in die Pause gegangen waren, war ein ziemlich schlechter Witz.

Mit der Hereinnahme von Neumayr wurde Luzern besser, konnte das Spiel nun tatsächlich ausgeglichener gestalten, doch ein Punktgewinn rückte einzig bei Ittens Kapitalchance in Reichweite. «Wir haben das Spiel kontrolliert», sagte Fischer. Sein Team war in der zweiten Hälfte gegen die aggressiver gewordenen Zentralschweizer nicht mehr so zwingend aufgetreten, hatte allerdings konzentriert genug gespielt, um weiter der Chef im eigenen Haus zu sein. «Das Ergebnis war gerecht», sagte Fischer. Widerspruch gab es keinen

Telegramm

Basel - Luzern 3:1 (2:1)

24'894 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 19. Suchy (Zuffi) 1:0. 34. Janko (Elyounoussi) 2:0. 36. Affolter (Juric) 2:1. 81. Janko (Steffen) 3:1

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Zuffi; Elyounoussi (81. Callà), Fransson (74. Serey Die), Steffen (91. Bua); Janko.

Luzern: Zibung; Costa (79. Marco Schneuwly), Lucas, Affolter; Grether, Ugrinic, Kryeziu, Christian Schneuwly; Rodriguez (46. Neumayr), Juric, Oliveira (62. Itten).

Bemerkungen: Basel ohne Delgado, Balanta (beide verletzt) und Vailati (krank). Luzern ohne Lustenberger (gesperrt) und Arnold (verletzt). Verwarnungen: 19. Grether (Foul), 67. Steffen (Ballwegschlagen), 75. Neumayr (Foul), 76. Itten (Foul).

Lesen Sie die Partie im Liveticker von Jeremy Weill nach: