Eishockey-WM 2017
Das hat Spass gemacht!

Die Schweiz scheidet im Viertelfinal gegen Schweden aus der Eishockey-Weltmeisterschaft aus. Nicht ganz unerwartet. Aber trotzdem können die Schweizer erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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Die Schweiz spielte eine gute Weltmeisterschaft.

Die Schweiz spielte eine gute Weltmeisterschaft.

Keystone

Die WM-Reise der wohl erstaunlichsten Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Geschichte ist gegen Schweden nicht ganz unerwartet zu Ende gegangen.

Aber sah man in Paris wirklich die erstaunlichste Mannschaft der Geschichte am Werk? Also sogar noch erstaunlicher als die Silber-Jungs von Stockholm aus dem Jahr 2013? Ja, weil jene Mannschaft zwar aus dem Nichts zu einem unfassbaren Exploit fähig gewesen war, aber mit Roman Josi und Nino Niederreiter zwei NHL-Jungstars in ihren Reihen hatte, dazu mit Martin Plüss, Severin Blindenbacher, Julien Vauclair oder Mathias Seger routinierte Stammkräfte. Und zusätzlich mit Martin Gerber einen international sehr erfahrenen Goalie zwischen den Pfosten.

Dieses Schweizer Team hier in Paris hatte keine solche Basis. Bei genauerer Betrachtung musste man sogar – mit Ausnahme der Goalies – von einer nominellen B-Auswahl sprechen. Doch die fehlende Erfahrung machte diese Mannschaft mit ihrer mutigen, disziplinierten und aufopfernden Spielweise wett. Klar hatte man in den entscheidenden Momenten auch das nötige Glück. Aber erstens ist man im Sport ohne Wettkampfglück selten erfolgreich. Und zweitens muss man sich das Glück auch verdienen. Und das taten die Schweizer in der französischen Hauptstadt mit ihrem selbstbewussten Auftreten.

Dass die WM-Reise gegen die mit NHL-Stars gespickte schwedische Auswahl zu Ende ging, ist zwar schade, aber die Schweizer können Paris erhobenen Hauptes verlassen. Sie haben nach von mehr Tiefen als Höhen geprägten Auftritten an den letzten drei Weltmeisterschaften und trotz einem schwierigen Turnierstart wieder für einen positiven Groove gesorgt. Danke, das hat Spass gemacht. In Zukunft bitte mehr davon!