Tour de France

Das Gelb-Märchen findet eine Fortsetzung: Mike Teunissen festigt seine Gesamtführung

Weiterhin in Gelb unterwegs: Der Niederländer Mike Teunissen vom Team Jumbo-Visma.

Weiterhin in Gelb unterwegs: Der Niederländer Mike Teunissen vom Team Jumbo-Visma.

Der Niederländer Mike Teunissen darf auf einen märchenhafte Tourauftakt zurückblicken. Nach dem überlegenen Sieg im Mannschaftszeitfahren mit Jumbo-Visma fährt Teunissen auch die 3. Etappe der Tour de France im «Maillot jaune».

Nach dem Tourauftakt in Brüssel, den überraschend Mike Teunissen im Sprint gewonnen hatte, waren 162 Fahrer innerhalb von nur zehn Sekunden klassiert – und durften sich damit gestern Hoffnungen auf das gelbe Trikot machen.

Im ebenfalls in der belgischen Hauptstadt stattfindenden Mannschaftszeitfahren, das über 27,6 km vom Palais Royal zum Atomium führte, ergab sich aber kein Leaderwechsel. Vielmehr konsolidierte Teunissen – der erste Niederländer im Maillot jaune seit 30 Jahren – seine Gesamtführung, dank des Sieges seines Teams Jumbo-Visma.

Der Träger des gelben Trikots, dem innerhalb des Jumbo-Teams normalerweise die Rolle des letzten Anfahrers für Topsprinter Dylan Groenewegen zukommt, sprach von einem «wirklich harten Tag». Der 26-Jährige erzählte weiter, dass sie als das zuletzt gestartete Team über die Zwischenzeiten gut informiert gewesen seien: «Zu hören, dass wir am schnellsten unterwegs sind, das gab uns noch mehr Moral, als wir dank des ‹Maillot jaune› eh schon hatten. Wir sind geflogen. Zwei Siege an den ersten zwei Tourtagen – daran könnte man sich glatt gewöhnen.» Ein Traum folge dem anderen, so Teunissen.

«Maillot jaune» dürfte bei Jumbo-Visma bleiben

Nun findet der für ihn sowieso schon märchenhafte Tourauftakt in Gelb zumindest für einen Tag eine Fortsetzung, wenn die 3. Etappe über 215 km vom belgischen Binche nach Epernay in der französischen Champagne führt. Auf den letzten 50 km stehen allerdings vier kleinere Bergwertungen auf dem Programm, womit die reinen Sprinter chancenlos sein werden. Sollte Teunissen am Montag der Spitze nicht folgen können, so bliebe das begehrte Leadertrikot wohl dennoch in den Reihen von Jumbo-Visma.

Im Gesamtklassement folgen dank des überlegenen Triumphs in der Prüfung gegen die Uhr mit Wout van Aert, Steven Kruijswijk, Tony Martin und George Bennett vier Teamkollegen von Teunissen mit nur zehn Sekunden Rückstand.

Die niederländische Formation Jumbo-Visma setzte sich auf der vorwiegend flachen Strecke in Brüssel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,2 km/h überlegen vor dem Team Ineos durch. 20 Sekunden Vorsprung büsste, die Briten um den Tour-de-France-Vorjahressieger Geraint Thomas und den diesjährigen Tour-de-Suisse-Sieger Egan Bernal aus Kolumbien ein.

Mehr als eine Minute Zeitverlust handelte sich Movistar ein. Für dessen Toptrio Nairo Quintana, Mikel Landa und Alejandro Valverde ist das ein schon beträchtliches Handicap.

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