Super League

CC wendet sich an die Bevölkerung: 25'000 Franken für Beweis von Schiri-Fehler

Christian Constantin ist sauer. Sein FC Sion sei am letzten Sonntag Opfer einer gravierenden Irregularität des Schiedsrichter-Trios geworden.

Christian Constantin ist sauer. Sein FC Sion sei am letzten Sonntag Opfer einer gravierenden Irregularität des Schiedsrichter-Trios geworden.

Sion-Boss Christian Constantin hat genug. Nach dem falschen Penaltyentscheid und der falschen roten Karten gegen Torhüter Andris Vanins platzt ihm der Kragen: Er setzt eine Prämie von 25'000 Franken in Aussicht. Die Bevölkerung soll helfen, Infos zu einem angeblich manipulierten Spiel von Schiedsrichter Sascha Amhof zu finden. Doch die «nordwestschweiz» weiss: Schiri Amhof liess sich bei seinem falschen Entscheid nicht beeinflussen.

Christian Constantin fühlt sich ungerecht behandelt. Die Szene, die ihn nervt, geschieht am Sonntag im Spiel zwischen den Young Boys und dem FC Sion in der 69. Minute. Im Strafraum der Walliser lässt sich YB-Spieler Miralem Sulejmani zu Boden fallen – eine Schwalbe!

Doch Schiedsrichter Sascha Amhof ahndet die Schauspielerei nicht mit Gelb zu Lasten des Serben, sondern stellt den unschuldigen Sion-Goalie Andris Vaņins mit Rot vom Platz und gibt den Bernern einen Penalty. Nach dem verwandelten Elfer gewinnen die Young Boys schliesslich mit 3:2.

Nachdem CC nach dem Spiel schon eine Strafklage gegen Amhof in Aussicht gestellt hat, doppelt der Sion-Präsident am Dienstagabend nach. In einem der Öffentlichkeit zugänglichen Video stellt er eine Prämie von 25'000 Franken in Aussicht. Er sucht aus der Bevölkerung Informationen, die neue Elemente in den Fall einbringen können und Amhof belasten.

#YBFCS | 25'000 francs à celui qui fournira des éléments de réponse à l'énigme de Berne

Posted by FC Sion on Dienstag, 15. März 2016

Im Video, das den Präsidenten am Schreibtisch sitzend zeigt, gibt dieser zu Protokoll, dass sich sein FC Sion wieder mal betrogen fühle. In den TV-Bildern sehe er an der Reaktion Sulejmanis, dass Amhof zuerst wohl auf Schwalbe tendiert hätte. Constantin fragt sich nun, warum der Unparteiische seinen Entscheid zu Ungunsten des FC Sion wieder rückgängig gemacht habe. Er fragt sich zudem, wer daran einen Vorteil haben könnte, wenn der FC Sion verliert und damit ein Platz in einem internationalen Wettbewerb in Gefahr gerate.

Gemäss Recherchen der «nordwestschweiz» soll Schiedsrichter Amhof von Anfang an auf Penalty entschieden haben. Amhof wollte sich nach seinem Entscheid nur noch beim Assistenten absichern, ob es wirklich keine Schwalbe war. Erst als Sulejmani das Wort «Schwalbe» aus det Diskussion zwischen Amhof und dessen Assistenten hörte, fing er an, die Hände zu verwerfen.

Somit entbehren die Anschuldigungen von CC an die Adresse von Sascha Amhof jeglicher Grundlage. Freilich, der Entscheid Amhofs war fatal und hat den FC Sion möglicherweise den Sieg oder zumindest ein Unentschieden gekostet. Jedoch steht fest, dass sich Amhof weder von jemandem beeinflussen liess noch irgendeine Manipulation hinter seinem Entscheid steht. Der Schweizerische Fussballverband und Amhof werden in den nächsten Tagen entscheiden, ob sie zu diesem heiklen Fall Stellung nehem möchten. Das bestätigte Amhof auf Anfrage der «nordwestschweiz».

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