FC Basel
Birkir Bjarnasons Annäherung an die 1000

Der Isländer erzielt mit seinem Treffer zum 2:2 für Basel das Jubiläumstor. FCZ-Captain Alain Nef nervt sich über das Resultat und den durch seinen Körpereinsatz verschuldeten Penalty.

Sebastian Wendel
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Auch dank Birkir Bjarnasons Treffer holte der FCB einen 0:2-Rückstand gegen den FC Zürich auf.

Auch dank Birkir Bjarnasons Treffer holte der FCB einen 0:2-Rückstand gegen den FC Zürich auf.

Keystone

Das Basler Ausgleichtor zum 2:2 gegen den FC Zürich war nicht irgendein Treffer. Es war der 1000. seit Gründung der Super League im Jahr 2003 (dahinter folgt YB mit 833 Toren). Ein Grund, dem Treffer eine spezielle Bedeutung beizumessen – oder, Birkir Bjarnason? «Sorry, ich wusste nicht, dass ich das 1000. FCB-Tor erzielt habe», antwortet der Isländer auf die Frage, ob er sich des Eintrages in die Geschichtsbücher bewusst sei.

«Keine Ahnung, wer Hakan Yakin ist»

Neuer Versuch: Jetzt, wo Sie es wissen – was bedeutet es Ihnen, dieses Tor erzielt zu haben? Bjarnason: «Es ist mir schon eine Ehre. Aber jedes Tor für diesen Verein ist mir eine Ehre. Und vor allem bin ich froh, konnte ich mit diesem Tor meiner Mannschaft helfen.»

Ein Blick ins Archiv verrät: Das Basler Premierentor in der Zehnerliga hat am 13. Juli 2003 Hakan Yakin erzielt. Rot-Blau spielte damals wie am Sonntag gegen den FC Zürich, Yakins 1:0 leitete den 2:1-Heimsieg ein. Yakin – nicht irgendein Name in Basel. Hakan und Bruder Murat hatten einen gewichtigen Anteil an den Erfolgen der letzten 15 Jahre. Doch bis zu Bjarnason ist der Name Yakin bis am Sonntagnachmittag nicht durchgedrungen. «Keine Ahnung, wer das ist», so Bjarnason auf die Frage, ob er Hakan Yakin kenne. Zur Verteidigung: Bjarnason ist erst seit neun Monaten beim FCB – irgendwann in naher Zukunft wäre er wohl auch so über den Namen Yakin gestolpert.

FCZ-Nef: «Was soll ich machen?»

Grosse Lust, über das Jubiläumstor zu sprechen, ist bei Bjarnason nicht auszumachen. Viel lieber betont er, wie wichtig es sei, dieses Spiel nicht verloren zu haben. «Zürich kam wirklich mit viel Glück zur 2:0-Führung, wir waren klar besser. Wir haben danach unseren grossen Charakter bewiesen und sind zurückgekommen.» Und darum fühle sich der Punkt wie ein gewonnener Punkt an, nicht wie ein verlorener.

Das Gegenteil aus dem Mund von FCZ-Captain Alain Nef: «Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt hier in Basel unterschrieben. Aber so – das ärgert mich masslos.» Nef verschuldete mit seinem Körpereinsatz gegen Embolo den Penalty, der zum 1:2 führte und der die Basler Aufholjad befeuerte. «Das war kein Penalty! Was soll ich machen? Nicht hochspringen?», klagt Nef schulterzuckend.

Zugegeben – die Szene ist diskussionswürdig. Aber nicht so eindeutig wie in Nefs Augen. Die Pro-und-Contra-Diskussion endet mit dem gleichen Resultat wie das Spiel: unentschieden.

Zwischenzeitlicher Jubel in de FCZ-Reihen, nachdem Kevin Bua zum 2:0 getroffen hat.
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FC Basel - FC Zürich, 10.04.2016
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Keystone

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