Basketball-WM

Basketball-WM: USA scheitern sensationell an Frankreich und verpassen einen Rekord

Donovan Mitchell kann die Enttäuschung über das Ausscheiden seiner Mannschaft nicht verbergen.

Donovan Mitchell kann die Enttäuschung über das Ausscheiden seiner Mannschaft nicht verbergen.

Während Frankreich unerwartet in den Halbfinal einzieht, müssen sich die Amerikaner mit den Spielen um Rang fünf begnügen. Zwar fehlten der Basketball-Grossmacht zahlreiche NBA-Stars, als Ausrede wollten sie dies aber nicht gelten lassen.

Die letzten Minuten laufen und müssen über Weiterkommen oder Ausscheiden entscheiden. 55 Sekunden vor dem Ende blockt Rudy Gobert von Utah Jazz einen Wurf der Amerikaner. Wenig später kann der Amerikaner Kemba Walker zwei Freiwürfe nicht versenken und damit auch den Anschluss nicht wieder herstellen. Die USA scheidet im Viertelfinale der Basketball-WM aus, es ist die erste Niederlage der Amerikaner seit 2006.

«Sie wollten nicht kommen, das ist ihr Ding»

Frankreich feierte ausgelassen, während kleinlaut von dannen schlichen. An der Pressekonferenz enervierten sich die Unterlegenen ob den Journalisten. Immer wieder zielten die Fragen auf die abwesenden NBA-Stars ab. Es sei respektlos, solche Fragen zu stellen. Frankreich hat uns geschlagen und es ist egal, wer in unserem Team ist, sagte Erfolgscoach Gregg Popovich. Auch Topscorer Donovan Mitchell von Utah Jazz (29 Punkte) reagierte genervt, konnte sich aber eine Spitze gegen die fehlenden Topcracks nicht verkneifen: Sie wollten nicht kommen, das ist ihr Ding. So sind wir eben mit elf anderen, willigen Jungs angetreten.

Duell der Geschlagenen gegen Serbien

Neben der erstmaligen WM-Niederlage seit 2006 – damals verloren die Amerikaner gegen Griechenland – verpassen die USA auch einen Rekord. Nach 2010 und 2014 wollten sie zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden, was zuvor noch keiner Mannschaft gelungen war. 1959 und 1963 holten sich die Brasilianer ebenso zwei Titel am Stück, 1998 und 2002 triumphierte Jugoslawien ebenfalls doppelt. Drei Titel in Folge – das ist noch keiner Nation gelungen, nicht einmal dem Mutterland des Basketballs.

Die nächste Chance auf einen WM-Titel bietet sich den USA erst 2023 wieder, wenn in Japan, Indonesien und auf den Philippinen um den Pokal gespielt wird. Bis dahin müssen sich die Amerikaner mit den Spielen um Platz 5-8 begnügen, wo sie sich zunächst mit den ebenfalls ambitionierten Serben messen. Derweil machen sich Frankreich und Argentinien sowie Australien und Spanien die beiden Finalisten aus.

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