Unihockey NLB

Unihockey Basel Regio gewinnt die beiden ersten Playoff-Halbfinal-Spiele

Odin Steinhauser (l.) im Zweikampf um den Ball.

Die NLB von Unihockey Basel Regio startete letztes Wochenende mit einem klaren Heimsieg am Samstag in die Halbfinal-Serie gegen Ticino Unihockey. Im Auswärtsspiel am Sonntag brachte dann erst die Verlängerung eine Entscheidung zugunsten der Basler. Damit führen die Nordwestschweizer in der Best-of-5-Serie bereits mit 2:0 und könnten diesen Donnerstag die Playoff-Halbfinals bereits für sich entscheiden (20:00 Uhr, Sporthalle Sandgruben Basel).

Der Start in die Halbfinal-Playoffs hätte für die Basler kaum besser laufen können. Bereits nach einem Drittel stand es 3:1 in der Sporthalle Sandgruben. Im zweiten Spielabschnitt folgten dann gleich sechs weitere Tore für die Nordwestschweizer und keines für die Gäste.

So ungefährdet war der erwartete Sieg, dass es sich das Heimteam leisten konnte, Leistungsträger pausieren zu lassen, um Kräfte einzusparen, und Ersatzspielern wichtige Einsatzzeit zu geben. Für die Tessiner war es ein veritabler Fehlstart in die Serie.

Sie waren auch im letzten Drittel nicht annähernd in der Lage, das Defizit aus den ersten beiden Abschnitten wettzumachen. So blieb es ein einseitiges Spiel mit dem klaren Verdikt von 10:2 Toren.

Mikko Jolma (2.v.l.) lässt sich nicht beirren und zieht ab.

Mikko Jolma (2.v.l.) lässt sich nicht beirren und zieht ab.

Captain Dennis Kramer meinte zum Spielverlauf: «Dieses Startspiel hat sich noch nicht wie ein richtiges Playoff-Spiel angefühlt, zu einseitig war der Spielverlauf. Es hat sicher geholfen, dass wir von Anfang an sehr effizient und kontrolliert agierten, währenddessen unserem Gegner kaum etwas gelingen wollte. Dass wir am Samstag Kräfte schonen konnten, sollte sich dann im zweiten Spiel noch auszahlen!»

Einer Einschätzung, welcher Chefcoach Antti Peiponen nur zustimmen konnte. «Ticino hat nie eine Antwort auf unser Spiel finden können. Im letzten Drittel haben beide Teams dann eher abgebaut.»

Ein emotionales zweites Spiel

Wer denn Viertelfinal zwischen Ticino und Davos verfolgt hatte, konnte wissen, dass die Südschweizer auf deutliche Niederlagen ebenso deutliche Siege hatten folgen lassen. Die Basler konnten als mit einer heftigen Gegenreaktion rechnen.

Zunächst nahm das Auswärtsspiel vom Sonntag aber einen ähnlichen Verlauf wie das Heimspiel tags zuvor. Die Tessiner lagen nach einem Drittel erneut mit 1:3 im Rückstand. Nach 40 Minuten mit 3:6. Alles schien auf einen weiteren Basler Sieg hinzudeuten. Jedoch hatten die Gastgeber noch ein Wörtchen mitzureden.

Schon in den Abschnitten zuvor hatten sich die Emotionen immer mehr hochgeschaukelt. Die Anzahl Strafen häuften sich. Ticino kam dies mehr entgegen als den Gästen. Oder wie es Kramer ausdrückt: «Irgendwann hatten die Tessiner den Zirkus, den sie wollten. Sie wussten diesen Umstand geschickt auszunutzen. Obwohl wir uns dagegenstemmten, liessen auch wir uns von den Emotionen spürbar anstecken, und auch die Unparteiischen schienen nicht ganz immun zu sein.»

So gelang es dem Heimteam, im letzten Drittel sechs Tore zu erzielen und einen Rückstand von 3:6 in ein 9:8 zu verwandeln. Mit zwei Toren konnte Basel gerade noch Anschluss halten.

Dass dieser Spielverlauf nicht nur an der aufgeheizten Stimmung lag, räumt auch der Basler Captain ein: «Schon im Mitteldrittel waren wir nicht in der Lage, den Slot immer konsequent «auszuräumen». So ermöglichten wir Ticino viele Abschlussmöglichkeiten, welche diese immer besser zu nutzen wussten. Hier müssen wir uns im weiteren Verlauf der Serie deutlich steigern.»

Spannende letzte Minute

Zwei Minuten vor Spielende lag Ticino also erstmals in dieser Partie gar in Führung. Wars das für die Gäste aus der Nordwestschweiz? Mitnichten! 55 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit war es der Captain selbst, welcher noch den Ausgleich erzielte und die Verlängerung erzwang. 5 Minuten später brachte dann Nationalspieler Patrick Mendelin den Ball über die Linie und sicherte den Baslern einen weiteren Sieg.

Mit dem hektischen und "verrückten" Sonntagsspiel ist diese Halbfinalserie so richtig lanciert. Wie werden die Tessiner mit dem Rücken zur Wand auftreten? Kann ein offenerer Schlagabtausch erwartet werden? Man kann also auf das 3. Spiel am Donnerstag in Basel (Sandgruben, 20:00 Uhr) mehr als gespannt sein.

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