Badminton

SC Uni Basel Badminton steht vor einer ungewissen Saison

Symbolbild.

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Der SC Uni Basel startet am 10.10.2015 auswärts gegen Yverdon und am 11.10.2015 um 15.00h zu Hause im Vitis Tenniscenter (Hegenheimerstrasse in Allschwil) gegen Genf in die neue Saison.

Sechs Jahre ist es her, seitdem sich der SC Uni Basel das letzte Mal Schweizermeister nennen durfte. Nach den ersten beiden Erfolgen am Anfang der Neunzigerjahre folgte von 2003-2006 eine beeindruckende Titelserie: Dreimal hintereinander konnte Uni Basel den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Danach kam es jedoch zu turbulenteren Zeiten.

Zuerst noch der nächste Meisterschaftsgewinn im Jahre 2008, dann aber der Mannschaftsrückzug aus finanziellen Gründen, die darauffolgende Geldspritze von der Universität Basel im Jahr 2012 und schliesslich, in der vorletzten Saison 2013-2014, das Comeback in der Nationalliga A.

Es war immer sehr knapp

2013/2014 verzeichnete der SC Uni Basel erneut eine erfolgreiche Saison, die mit dem Erreichen der Playoffs und dem 3. Platz in der NLA-Meisterschaft gekrönt wurde. Und auch letzte Saison verpasste Uni Basel den Playoff-Platz nur ganz knapp um einen Punkt - es hätte aber genauso gut in die andere Richtung gehen können, stand die Mannschaft doch zwei Spieltage vor Schluss noch auf dem letzten Tabellenplatz.

Das Team musste in den beiden letzten Runden ausgerechnet gegen die späteren Playoff-Teilnehmer La Chaux-de-Fonds und St. Gallen-Appenzell antreten. Durch einen grossen Effort konnten jedoch zwei Siege eingefahren und der Klassenerhalt gesichert werden. Dank grossartiger Moral und Teamspirit sowie der Unterstützung zahlreicher Fans wurde das Unmögliche doch noch möglich gemacht.

Profis aus Schottland, Slowenien und Bulgarien

Nachdem die beiden englischen Profis Harley Towler und Toby Penty nicht mehr in der Schweizer Badminton Liga spielen dürfen, musste sich Uni Basel für die nun bevorstehende neue Saison nach neuen ausländischen Kräften umschauen. Dank guten Verbindungen zu Günther Huber (Coach Bulgarien) konnte Ivan Rusev verpflichtet werden.

Ebenfalls gelang es dem Verein Paul van Rietvelde aus Schottland zu gewinnen. Van Rietvelde hat bereits Erfahrung in der Schweiz gesammelt, als er 2013/2014 für den BC Uzwil angetreten war. Der Schotte wird im Herrendoppel im World Ranking aktuell auf Nummer 74 geführt. Des Weiteren setzt Uni Basel erneut auf Luka Petric aus Slowenien. Er spielt bereits seine vierte Saison in Basel und gehört im Einzel und im Doppel zu einer wertvollen Stütze des Teams.

Junge Nachwuchsspieler und bewährte Kräfte

Doch Uni Basel will nicht nur auf ausländische Profis bauen, sondern investiert ebenso in den eigenen Nachwuchs. So spielt neu die 20-jährige Michelle Schär vom Team Thunersee in Basel. Marco Martucci (22), aus dem eigenen Nachwuchs, der bisher für die NLB-Mannschaft angetreten ist, wird sukzessive ins NLA-Team eingebaut.

Bereits zu den bewährten Kräften zählt der 21-jährige Christian Kirchmayr. Er gehörte schon letzte Saison zu den Teamstützen und hat durch die Teilnahme an internationalen Turnieren sehr viel Erfahrung dazugewonnen. Auf der Damenseite spielen die Routiniers Sanya Herzig sowie Marion Gruber in der zweiten beziehungsweise dritten Saison für Basel. Beide bilden ein sehr starkes und routiniertes Damendoppel. Sanya Herzig gelangt zudem auch im Mixed zum Einsatz.

Spannung ist bereits vorprogrammiert

Es wird für Uni Basel keine einfache Saison werden. Bereits letztes Jahr war die Liga äusserst ausgeglichen und Entscheidungen um Abstieg oder Playoff fielen dementsprechend erst am allerletzten Spieltag.

So hat sich auch der SC Uni Basel Badminton aufgrund der neuen Zusammenstellung des Teams und der Integrierung des Nachwuchses vorsichtshalber erstmal «nur» den Klassenerhalt als Ziel gesetzt. Der Vorstand ist jedoch von der Qualität des Teams überzeugt - und wer weiss vielleicht liegt sogar eine Überraschung drin.

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