Kunstturnen
Griechischer Zungenbrecher wird neuer Cheftrainer für NKL-Frauen

Der Vorstand des Nordwestschweizerischen Kunstturn- und Trampolinzentrums Liestal (NKL) hat das Arbeitsverhältnis mit Frauencheftrainer Ulf Hoffmann trotz erfolgreicher Arbeit aufgelöst und Athanasios «Sakis» Banousis als Nachfolger gewählt.

Ueli Waldner
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Neues Gesicht: Athanasios «Sakis» Banousis

Neues Gesicht: Athanasios «Sakis» Banousis

Der Vorstand des NKL hat nach reiflicher Überlegung entschieden, diesen Trainerwechsel zu vollziehen, weil ihm nebst den sportlichen Zielsetzungen im Leistungsbereich auch die Nachwuchssichtung und -erfassung wichtig ist. Es braucht eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Nachwuchs- und dem Leistungsbereich. In diesen Themenbereichen hatten die Verantwortlichen mit Cheftrainer Ulf Hoffmann und seiner Ehefrau Simone, welche ebenfalls als Trainerin tätig war, unterschiedliche Auffassungen.

Das NKL konnte zudem nicht das bieten, was aus Sicht von Ulf Hoffmann alles notwendig gewesen wäre, um weitere Akzente zu setzen. Im Sinne einer nachhaltigen Weiterführung des Bereichs Kunstturnen Frauen hat der Vorstand deshalb entschieden, sich von den Beiden zu trennen, damit genügend Zeit bleibt, um im laufenden Olympiazyklus die sportlichen Ziele so zu erreichen, damit auch nach Rio 2016 der Status eines Regionalen Leistungszentrums im Bereich Kunstturnen Frauen erhalten bleibt.

30-jährige Erfahrung

Der 50-jährige Athanasios Banousis weist eine jahrelange Erfahrung mit Spitzenturnerinnen verschiedener Länder auf. Der Grieche begann seine Trainerlaufbahn 1984 in Rumänien und übernahm drei Jahre später in seinem Heimatland erstmals eine Anstellung als Frauen-Cheftrainer. Diese Tätigkeit übte er in Athen bei verschiedenen Sportclubs bis im August 2012 aus. Dann folgte der Wechsel in die Schweiz zum Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz in Wil SG. Nun möchte «Sakis» in Liestal seine Fähigkeiten, Kenntnisse und Ideen in die Organisation des NKL einbringen. «Als Kunstturntrainer habe ich die Möglichkeit mit jungen Menschen einen positiven Lebensweg mit zu gestalten und den Mädchen eine Perspektive zu geben.»

Banousis Ehefrau, Camelia Boeru, hat einen ähnlichen Leistungsausweis und wird mit einem 50-Prozent-Pensum im NKL tätig sein. Nach den Sommerferien ist am 4. August der Trainingsbetrieb in der Schauenburghalle unter dem neuen Cheftrainer wieder aufgenommen worden.