Fussball
Final des Credit Suisse Cup in Basel: Ziefen setzt regionalen Glanzpunkt

Die Viertklässler aus Ziefen sorgen am Finaltag des Credit Suisse Cup 2017 auf dem Basler St. Jakob Areal für den regionalen Höhepunkt. Erst im Final wurden sie gestoppt. Daneben sorgten für die Kinder unter anderem Autogrammstunden mit Profis für Abwechslung.

Jörg Greb
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Symbolbild.

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Keystone

Am Schluss zeigte sich Leere. Die Erfolgswelle der Primalschüler aus der Baselbieter 1500-Seelen-Gemeinde Ziefen wurde im Final gestoppt. Plötzlich kippte die Stimmung. Verflogen war die Begeisterung, welche die Mannschaft während Stunden getragen hatte. Brutal kam die Ernüchterung.

1:4 gingen die Baselbieter gegen Baar unter. Der herrliche Ehrentreffer war rettete auch nicht mehr viel. Von Beginn an gerieten die Ziefener unter Druck. 0:1 – «nicht aufgeben, kämpfen». 0:2 – «nicht schimpfen, weiterspielen. 0:3 – «den Kopf nicht hängen lassen, alles nach vorn». 0:4. – «es ist vorbei.»

Die Teilnahme am CS-Cup war für die Klasse eine Wiedervereinigung. Ende letzten Schuljahres waren sie – da zu gross – getrennt worden. Für dieses Sportprojekt fanden sie wieder zusammen. Und jene auf dem Spielfeld schlugen sich hervorragend, bedeutend erfolgreicher als erhofft. Zuerst setzten sie sich im Finalturnier der beiden Basel durch, und nun, am grossen Aufeinandertreffen der besten Schulhaus-Equipen,machten sie eine unverhofft gute Figur.

4417 als Identität

Einzigartig wohl unter den rund 300 Teams am Finalturnier mit den rund 3300 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren: die Mannschaft setzte sich rund hälftig aus Fussballern und – typisch Ziefen – Geräteturnern zusammen. Auf der Erfolgsstrasse entwickelte die Mannschaft unter dem umsichtigen Coaching von Lehrer Vincent Merlo eine erstaunliche Homogenität.

Dieser demonstrierte der Coach mit seinem Shirt – mit der Zahl 4417 auf dem Rücken, der Postleitzahl von Ziefen. Er lobte die Kinder und sah deren Einsatz belohnt: : «Im Halbfinal hatten wir Glück im Penaltyschiessen, aber mit zwei Lattenschüssen zuvor, waren wir der richtige Sieger.» Die gedämpfte Stimmung am Schluss versuchten die Betreuer mit der Einordnung zu heben: «Wer hätte gedacht, dass wir mit der Silbermedaille heimkehren?»

Degen und Zehnder als Stars vor Ort

Für den einzigen Finalvorstoss eines Teams aus der Regione sorgten die Ziefener nicht. Ebenso schafften dies in einer der 13 Kategorien die 7.Klässer der Sek St. Leonard in Basel sowie die 8.Klässlerinnen aus dem De Wette-Schulhaus Basel. Beide verloren ihre Begegnungen ebenfalls und ergatterten so Silber. Im Halbfinal auf der Strecke blieben die 4.Klass-Primarschüler aus Arlesheim. Für sie blieb Platz 4.

Über den Frühling verteilt beteiligten sich am diesjährigen CS-Cup rund 116›000 Kinder in rund 5500 Teams. Neben den intensiven, Emotionen fördernden Partien sorgten am Finaltag diverse Attraktionen für Abwechslung, etwa: die Autogrammstunde mit Nationalspielerin Cinzia Zehnder und Basel-Profi Philipp Degen.

Die Schweizermeistertitel im Schulfussball

Kategorie 4-United – Ottenbach Chappelistein/Weinberg

4. Klasse Mädchen – Schule Mösli BE

4. Klasse Knaben – Baar Sternmatt

5. Klasse Mädchen – Zürich Hofacker

5. Klasse Knaben – Belvédère Lausanne

6. Klasse Mädchen – Sins

6. Klasse Knaben – Ottenbach Chappelistein

7. Klasse Mädchen – Sek. Wängi

7. Klasse Knaben – Appenzell Gringel

8. Klasse Mädchen – Bez. Aarau

8. Klasse Knaben – La Tour-de-Trême

9. Klasse Mädchen – OS Gurmels

9. Klasse Knaben – Bethlehemacker Bern