Fussball

Fabian Frei: «Der Sieg gegen YB ist ein in Alarmzeichen für die Konkurrenz»

Die pure Erleichterung: Fabian Frei (rechts) jubelt nach seinem entscheidenden Penalty-Tor.keystone

Die pure Erleichterung: Fabian Frei (rechts) jubelt nach seinem entscheidenden Penalty-Tor.keystone

Marco Streller und Fabian Frei standen am Tag nach dem 3:2-Triumph über YB bereits frühmorgens in der Garderobe – und das hatte wenig mit Fussball zu tun. Zudem soll Fabian Schär auf der Transferliste des FC Barcelona stehen.

Es gibt viele Möglichkeiten, einen aufwühlenden Fussballabend zu verarbeiten. Fabian Frei und Marco Streller erschienen gestern schon um halb acht Uhr morgens in der FCB-Garderobe. «Wir wollten keine Sekunde der Olympia-Abfahrt verpassten – wir sind ziemliche Patrioten», sagt Fabian Frei.

Die Ski-Enttäuschung war dank des Triumphs von Dario Cologna schnell getilgt. «Immer mehr Spieler kamen dazu, auch Präsident Bernhard Heusler setzte sich zu uns – es herrschte eine euphorische Stimmung in der Garderobe, als die erste Gold-Medaille dieser Spiele Tatsache war», erzählt Frei lachend. Dazwischen lockerten die FCB-Spieler ihre Beine auf dem Velo.

Das Sieger-Gen eingeimpft

Eine euphorische Stimmung herrschte auch am Samstagabend im St. Jakob Park. Wie der FCB die Young Boys einmal mehr niederrang, sorgte für Begeisterungsstürme auf den Rängen – und auch im Team selbst. Diesmal gelang es gar, trotz einem frühen 0:2 noch zu siegen – 3:2.

Frei vollendete die eindrückliche Wende mit seinem Penaltytreffer kurz vor Schluss. Am Tag danach sagt er: «Jedes Team braucht auf dem Weg zu einem Titel ein solches Erlebnis, wie wir es gegen YB hatten. Das lässt einen noch näher zusammenrücken.»

Trainer Murat Yakin nannte seine Spieler nach dem Spiel eine «geile Truppe». Frei erklärt, was die Mannschaft derzeit ausmacht: «Wir sind eine Gruppe von Leuten, die alle das Sieger-Gen besitzen.»

Es ist eine Eigenschaft, die den Young Boys derzeit abgeht. An eine Vorentscheidung im Meisterrennen glaubt Frei noch nicht, gerade YB dürfe nun nicht den Teufel an die Wand malen. «Es bleiben 17 Runden – und wir werden aller Voraussicht nach auch nicht alle Spiele gewinnen.»

Gewiss, der Basler Auftritt war lange Zeit zäh. Das könnte einerseits den Eindruck erwecken, Basel sei verwundbar und die Rivalen besässen weiterhin alle Chancen. Nur gibt es eben auch die andere Interpretation. Wenn Basel sogar dann gewinnt, wenn es lange Zeit schlecht spielt und dabei in Rückstand gerät, wie werden die Spiele dann erst ausgehen, wenn die FCB-Maschinerie vollends ins Laufen kommt? Wenn Stocker und Diaz wieder ganz fit sind. Wenn Delgado in Form kommt. Wenn Innenverteidiger Schär zurückkehrt. «Unser Plan läuft», sagt Frei, «der Abend gegen YB war ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.» Ein alarmierendes Zeichen, darf man anfügen.

Schär und die Liste in Barcelona

Apropos Fabian Schär: Die spanische Sportzeitung «Mundo Deportivo» beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe mit möglichen neuen Innenverteidigern für den FC Barcelona. Auf der Liste der potenziellen Kandidaten steht auch Schär. Ein Grund dafür ist neben seinen überragenden Leistungen gegen Chelsea in der Champions League auch die Tatsache, dass Basel in der Winterpause Mohamed Salah für fast 20 Millionen Franken an Chelsea verkaufte. Dank dieses Transfers hat sich Basels Image in Spanien weiter verbessert.

Trotzdem bleibt fraglich, ob Schär bei einem allfälligen Transfer die Primera Division anvisiert. Erst kürzlich hat der 22-Jährige seinen Berater gewechselt. Er wird jetzt von derselben Firma vertreten, die auch Marco Reus und Mario Götze berät und dafür bekannt ist, Spieler aus der Schweiz in die Bundesliga zu bringen – wie zuletzt Josip Drmic vom FCZ zu Nürnberg.

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