Super League
Enttäuschung im Tessin: Der FC Basel kommt gegen Lugano nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus

Mit einem Sieg im Tessin in die Fasnachtspause - dies wäre das Wunschszenario für das Team von Marcel Koller gewesen. Nach einer ordentlichen Startphase und einem Ajeti-Treffer sieht es gar kurz so aus, als würde dieser Matchplan aufgehen. Weil der FCB dann jedoch kontinuierlich abbaut, muss er am Ende gar über den einen Punkt froh sein, den er nach dem 1:1-Unentschieden in Lugano mitnehmen darf.

Julian Förnbacher
Drucken
Teilen
Alexander Gerndt (r.) liegt hier zwar neben Yves Kaiser (l.) am Boden, nicht aber der FC Lugano. Die Partie endet 1:1 trotz der grossen Favoritenrolle der Basler.
17 Bilder
Jonathan Sabbatini bejubelt seinen Treffer zum 1:1 für Lugano.
FCB-Trainer Marcel Koller beäugte das Spielgeschehen kritisch: Sein Team war mit zehn Schüssen offensiv nicht gefährlicher als der FC Lugano, der es auf elf Schüssen schaffte.
Der Basler Silvan Widmer (3.v.r.) probiert es mit einem Kopfball, erzielt aber auf diese Weise nicht den Befreiungstreffer für den FCB.
Eloge Yao (l.) hat gegen Raoul Petretta (r.) aus Basel das Nachsehen.
Carlinhos Junior (l.) und FCB-Spieler Yves Kaiser (r.) im Duell.
Marek Suchy (r.) kann Carlinhos Junior (l.) und sein Team nicht immer in Schach halten: Kurz vor der Pause fällt das 1:1.
Der FC Lugano-Torhüter Noam Baumann hat heute unerwarteterweise wenig zu tun: Bis zur Pause gab der FCB nur einen Torschuss ab.
Der Basler Luca Zuffi (M.) setzt sich gegen Alexander Gerndt (l.), den Torschützen Jonathan Sabbatini (2.v.l.) und Numa Lavanchy (r.) durch.
Ein wahres Wimmelbild: Domen Crnigoj (l.), Marek Suchy (2.v.l.), Alexander Gerndt (M.), Eloge Yao (2.v.r.) und Silvan Widmer (r.)
Der Basler Taulant Xhaka (l.) im Kampf um den Ball mit Alexander Gerndt (r.).
Noah Okafor (l.) ist beim internen Duell der beiden Luganesi Alexander Gerndt (M.) und Numa Lavanchy (r.) nur Zuschauer.
Auch Lugano-Spieler Alexander Gerndt (l.) und Marek Suchy (r.) schenken sich nichts.
Der FCB-Torschütze Albian Ajeti (l.) im Zweikampf mit Eloe Yago (r.).
Bildergalerie: FC Lugano - FC Basel (10.3.19)
Choreografie der FCB-Fans, die auch heute wieder auf einen Sieg hoffen dürfen.
Setzt Albian Ajeti und der FC Basel seine Erfolgsserie gegen Lugano fort?

Alexander Gerndt (r.) liegt hier zwar neben Yves Kaiser (l.) am Boden, nicht aber der FC Lugano. Die Partie endet 1:1 trotz der grossen Favoritenrolle der Basler.

freshfocus

Der Beste: Yves Kaiser

Weil der Kolumbianer Éder Balanta gesperrt fehlt, rückt der Youngster auf Kosten Eray Cömerts in die Startelf. Es ist erst der vierte Super-League-Einsatz für das FCB-Eigengewächs. Und davon merkt man im Cornaredo nichts. Kaiser macht mit seinem Abwehr-Partner Marek Suchy das Zentrum meistens dicht, besticht durch Übersicht und kluge Zweikampfführung. Weil seine Mitspieler sich von Kaisers Leistung nicht anstecken lassen, geht der FCB dennoch nur mit einem Punkt an den Morgestraich.

Die Szene des Spiels: Sabbatinis Kopfball-Ausgleich

Das Bild, welches der FC Basel im Cornaredo bot - man kannte es bereits zur Genüge aus der Hinrunde. Nach dem frühen Führungstreffer durch Ajeti (7.) baute der Tabellenzweite kontinuierlich ab und liess die Luganesi Morgenluft schnuppern, statt das vorentscheidende 2:0 zu suchen. Kurz vor der Pause bestrafte dies Lugano-Captain Jonathan Sabattini eiskalt. Der Uruguayer profitiert von Zuordnungsproblemen in der Basler Defensive und köpft zum 1:1 ein.

Das gab sonst noch zu reden: Der Cornaredo-Fluch des FCB

In dieser Saison scheint dem FCB ein kleiner Cornaredo-Fluch anzulasten. Schon beim ersten Aufeinandertreffen im Tessin Ende September (2:2) verpassen es die Basler, ihren Vorsprung zu verwalten und mussten am Ende mit einem statt drei Punkten Vorlieb nehmen.

Aktuelle Nachrichten