Cup-Halbfinal

Endstation Halbfinal: Der FC Basel verliert auswärts gegen YB verdient mit 0:2

Aus der Traum von der Titelverteidigung im Schweizer Cup. Der FC Basel unterliegt starken Berner Young Boys mit 0:2. Nachdem er seine Haut im ersten Umgang noch teuer verkauft hatte, brach der FCB in den zweiten 45 Minuten ein. Das Ausscheiden besiegelte, neben einer durchwegs zu schwachen Offensivleistung des FCB, ein Doppelschlag der Berner innert 14 Minuten.

Es hätte der grosse Wendepunkt werden sollen für Raphael Wickys FC Basel in dieser Rückrunde, in die er so katastrophal gestartet war. Drei Meisterschaftsspiele im 2018, zwei Heimniederlagen und nur zwei erzielte Tore, beide beim 2:0 in Thun; dem FCB drohte die Saison nach der Winterpause vollends zu entgleiten.

Ein Halbfinal-Sieg im Schweizer Cup gegen YB und die Fussballwelt hätte wieder rosiger ausgesehen in der Stadt am Rhein. Ein Sieg und der um acht Punkte enteilte Leader hätte eine bittere Schlappe kassiert, die auch auf die Meisterschaft ihre Auswirkungen hätte haben sollen um auch hier erneut für Spannung zu sorgen. Soweit der Schlachtplan vor Anpfiff im bitterkalten Stade de Suisse.

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Was 90 Minuten später auf der Anzeigetafel stand, war eine andere Welt. Diejenige der bitteren Realität. 0:2 hiess es da aus Basler Sicht, das Ausscheiden war damit besiegelt und die angestrebte Titelverteidigung passé. Guillaume Hoarau vom Elfmeterpunkt und Marek Suchy mit einem skurrilen Eigentor besiegelten einen hochverdienten Berner Sieg, der bis zum Pausentee noch auf der Kippe stand.

Denn bis hierhin verkaufte sich der FCB teuer, hielt kömpferisch gut mit und liess wenig zu, von Benitos Grosschance in der dritten Spielminute einmal abgesehen. Die nicht vorhandene offensive Durchschlagskraft der Basler blieb darum bis hierhin unter dem Radar.

Dies änderte sich mit der 51. Spielminute und einem blitzschnellen YB-Konter. Assalé verpasste das 1:0 nach einem Angriff, der normalerweise vom FCB hätte kommen müssen, der in seiner 3-4-3-Aufstellung antrat, in der er in der Champions League bisweilen Konterfussball par excellence praktizierte.

YB spielte taktisch cleverer und liess den FCB nicht zu seinem Spiel finden. Im Gegenteil. Das Team von Adi Hütter spielte überlegt und abgebrüht, stand dem FCB keine offensive Entfaltung zu und wartete vorne geduldig auf seine Chance.

Diese folgte in der 55. Minute, ein wenig unter Mithilfe von Schiedsrichter Stephan Klossner, der die schwierige Partie ansonsten hervorragend arbitrierte. Ein abgefälschter Ball landete am Arm Oberlins - Elfmeter. Hoarau verwandelte. Der Treffer an sich? Hochverdient. Der Elfmeter, der dazu führte? Umstritten.

Dennoch. Ab hier schien klar: Das wird nichts mehr für Raphael Wickys FC Basel. Die Gäste, fortan ziemlich von der Rolle, fing keine Viertelstunde später das 2:0 durch ein Eigentor von Marek Suchy und damit die Vorentscheidung.

Auch in der Folge brachte der FCB offensiv nicht das auf den Rasen, was es benötigt hätte um YB auch nur annähernd zu gefährden. YB zieht verdient in den Final ein, wo es sich entweder mit den Grasshoppers oder mit dem FC Zürich um den Pokal duellieren wird.

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