Handball
Eine vierzigprozentige Chance

Die Frauen von Basel Regio gewinnen das zweitletzte Qualifikationsspiel 33:22. Sie überzeugten mit einem effizienten Spiel und Konterangriffen.

Yannik Sprecher
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Die Baslerin Danielle Nyffenegger (Blau) erspielte sich mit ihrem Team 11 Tore Vorsprung und den Sieg. Varadi

Die Baslerin Danielle Nyffenegger (Blau) erspielte sich mit ihrem Team 11 Tore Vorsprung und den Sieg. Varadi

bz Basellandschaftliche Zeitung

Im zweitletzten Spiel der Qualifikationsrunde der SPL2 gewannen die Handballerinnen der SG Basel Regio überzeugend gegen das Tabellenschlusslicht Wettingen/Siggenthal. Der Beginn der Partie war auf beiden Seiten von Nervosität geprägt und es dauerte trotz zahlreicher Chancen gute fünf Minuten, bis das erste Tor fiel. Die Baslerinnen konnten in der ersten Halbzeit permanent einen knappen Vorsprung halten – nicht zuletzt wegen ihrer soliden Defensivarbeit. «Heute war primär das Ziel, in der Verteidigung sicher zu spie-len, und das hat gut geklappt», sagte SG-Trainer Thomas Mathys nach dem Spiel. So kassierte das Heimteam in der ersten Spielhälfte lediglich zwölf Gegentreffer, erzielten selber aber auch nur zwei mehr.

Effizientes Spiel und Konterangriffe

«In der zweiten Halbzeit konnten wir unsere Effizienz deutlich steigern. Zudem gab sich das gegnerische Team irgendwann auf», so Mathys. Tatsächlich legte Basel Regio deutlich zu. Beinahe jeder Angriff war erfolgreich; vor allem zeigten sie viele sehr effektive Konterangriffe. Auch die im Mittelpunkt stehende Verteidigung verbesserte sich noch einmal, und es fielen nur zehn Gegentreffer in der zweiten Spielhälfte. Das 33:22-Schlussresultat fiel dem Trainer beinahe ein bisschen zu hoch aus: «Drei oder vier Tore Unterschied weniger wäre etwas repräsentativer gewesen.»

Die Baslerin Stephanie Mathys setzt sich gegen Wettingens Nr. 9 Angela Crameri durch.
4 Bilder
Aline Mathys entwischt ihrer Gegnerin Fabienne Hofer
Stephanie Mathys übersteigt sie alle.
Auch Danielle Nyffenegger konnte sich Skorerpunkte gutschreiben lassen.

Die Baslerin Stephanie Mathys setzt sich gegen Wettingens Nr. 9 Angela Crameri durch.

Dank diesem Erfolg befindet sich Basel mit 17 Punkten auf dem dritten Tabellenrang und damit auf einem Platz für die Aufstiegsrunde. Doch eigentlich ist das Regioteam längst
für die Aufstiegsspiele qualifiziert, da Brühl (2.Rang) und Nottwil (4.Rang) aufgrund ihrer ersten Teams in der SPL nicht um die Promotion mitspielen dürfen. Und von den Wohlerinnen auf dem fünften Rang kann Basel nicht mehr eingeholt werden.

Mit einer derart deutlichen Qualifikation hatte Thomas Mathys nicht gerechnet, als er zu Beginn der Saison das Traineramt bei den regionalen Handballerinnen übernahm. Viele Spielerinnen hatten nach dem letztjährig knapp verpassten Aufstieg das Team verlassen und Mathys musste aus vielen Zuzügen und Juniorinnen eine neue Mannschaft formen. Mit dieser wird er versuchen, sich gegen zwei weitere SPL2- und ein SPL-Team zu behaupten, um den Einzug in die höchste Schweizer Liga zu schaffen. «Wenn wir in Topform sind, haben wir sicher gute Chancen», sagt der Trainer. «Die Schwierigkeit wird sein, diese Form immer zu den Spielen zu erreichen; weil wir so ein junges Team sind, sind wir noch etwas inkonstant.» Die Chancen für den Aufstieg sieht er bei etwa 40 Prozent. Am 30.Januar werden seine Spielerinnen gegen Herzogenbuchsee versuchen, diese Schätzung zu widerlegen.

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