Eishockey
EHC Basel gewinnt Torspektakel zum Jahresabschluss

Vor der neuen Saisonrekordkulisse von 1123 zufriedenen Zuschauer gewinnt der EHC Basel ein gutes, torreiches Spiel gegen den EHC Seewen mit 8:4.

Reto Büchler
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EHC-Torhüter Fabio Haller kassierte vier Tore, gehörte aber dennoch zu den Siegern.

EHC-Torhüter Fabio Haller kassierte vier Tore, gehörte aber dennoch zu den Siegern.

ZVG

Aufgrund der enttäuschenden Leistung von vergangenem Mittwoch war der EHC Basel vor dem eigenen Publikum in der Bringschuld. Und die zahlreichen Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Der Auftritt war um einiges besser als Tage zuvor. Die Schlittschuhe waren mehr in Betrieb und auch körperlich wurde dagegen gehalten. Zudem liessen sich die Basler auch nicht durch die unglückliche Schiedsrichterleistung beeinflussen, da mehrere Vergehen der Zentralschweizer übersehen und somit nicht geahndet wurden.

Ehrung von Olivier Schäublin

Nach der Ehrung von Olivier Schäublin für seine Verdienste auf (427 Spiele für den EHC Basel) und neben dem Eis (Sportchef) sowie der Enthüllung des Trikots, welches zukünftig unter dem Arenadach hängt, startete der EHC Basel gut in das Spiel. Bis auf eine kurze Phase in der Mitte des Startabschnitts sowie ganz am Schluss war Basel ganz klar am Drücker. In der 13. Minute zog Zwissler, der als 13. Stürmer sowohl in der dritten wie vierten Linie zum Einsatz kam, seine Runden im Angriffsdrittel von Seewen, passte auf Steinmann, der mit einem Flachschuss zu seinem ersten Saisontreffer kam.

Danach hatte Basel durch Hunziker, Valenza, Seiler, Maurenbrecher einige Möglichkeiten die Führung auszubauchen. Die beste Chance hatte jedoch Kiss, dessen Versuch Seewens Torhüter Rüegger mit einem Big Save zunichte machte. Umso unglücklicher der Ausgleich von Seewen, eine Sekunde vor Ablauf der Strafe gegen Himelfarb und elf Sekunden vor Ende des Startdrittels. Steiner lenkte den Schuss von Schnüriger ins Netz ab.

Fünf Tore innert neun Minuten

Nach der ersten Pause konnte Basel an die Leistung der ersten 20 Minuten anknüpfen. Nur mit dem Unterschied, dass der Puck nun das Ziel fand. Innerhalb von neun Minuten traf der EHC fünfmal. Maurer mit Genauigkeit durch einen verdeckten Schuss von der blauen Linie, Hrabec mit Wucht nach einer schönen Kombination, Sahli mit Kaltblütigkeit alleine gegen Goalie Rüegger, Vogt mit Hartnäckigkeit vor dem Tor sowie Sahli mit Entschlossenheit nach einem Bullygewinn von Kiss.

Da nützte auch das Timeout von Seewen beim Stand von 4:1 nicht viel. Mit dem raschen Ausbau der Führung wurde Basel etwas übermütig. Prompt verkürzten Schnüriger und Noll innerhalb einer Minute. Der richtige Zeitpunkt für Coach Othmann seinerseits sein Timeout zu nehmen. Tatsächlich fand Basel danach die Organisation wieder.

Siegessicherung durch Seiler

Das Schlussdrittel begann mit einer mirakulösen Parade von Haller. Damit war klar, dass die Gäste nochmals alles versuchen würden, das Spiel zu drehen. Es folgten Schüsse aus allen Lagen, welche jedoch oft das Tor verfehlten oder bei Haller den Meister fanden. Es brauchte ein Überzahlspiel, um nochmals Spannung in die Arena zu bringen. Zurkirchen gelang dabei das 4:6 mit einem schönen Schuss ins hohe Eck. Für mehr reichte es nicht. Basel verlor die defensive Ordnung nicht mehr und vorne gelangen Seiler jeweils auf Pass von Himelfarb zwei Tore zum Endstand von 8:4.

Es war wichtig mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause zu gehen. Nun gilt es für die Spieler, sich im Kreise von Freunden und Familie gut zu erholen. Denn am 4. Januar geht es mit der entscheidenden Saisonphase weiter. Abermals wird der Gegner EHC Seewen heissen. Das Spiel findet auswärts um 17:00 Uhr statt.

EHC Basel – EHC Seewen 8:4 (1:1 5:2, 2:1)

St. Jakob Arena – 1123 Zuschauer

Schiedsrichter: Michael Graber; Vincent Amport, Stefan Blatti

MSL Bestplayer: Basel: J. Zwissler; Seewen: Zurkirchen

Bestplayer Spiel: Basel: Sahli ; Seewen: Schnüriger

Tore: 10. Steinmann {31, (Zwissler {10})) 1:0. 20. Steiner (Schnüriger) 1:1. 23. Maurer {2} (Schir {7}, Rattaggi {8}) 2:1. 27. Hrabec {4} (Zwissler {11}) 3:1. 28. Sahli {5} 4:1. 32. Vogt {6 {Schir {8}) 5:1. 32. Sahli {6} (Kiss {3}) 6:1. 35. Schnüriger (Scheiber) 6:2.36. Noll (Zurkirchen) 6:3. 53. Zurkirchen 6:4. 56. Seiler {7} ( Himelfarb {3), Rattaggi {9}) 7:4. 57. Seiler {8} (Himmelfarb {4) 8:4.

Schüsse: BS: 38 S:19 (16:8, 14:6, 8:5)

Strafminuten: 5 mal 2 Minuten gegen Basel; 5 mal 2 Minuten gegen Seewen

Bemerkungen: 28. Timeout Seewen. 36. Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ET: Hauser); Maurer, Steinmann, Hermkes, Hunziker; Hagen, Gfeller; Heughebaert; Rattaggi, Vogt, Schir; Hrabec, Himelfarb, Seiler; Sahli, Kiss, Schnellmann; A. Valenza, Lehner, Maurenbrecher; Zwissler. Headcoach: Robert Othmann; Assistent-Coach: David Malicek. Abwesend: Gröflin,, Spies, L. Valenza, Spies, Schwoerer (überzählig); Dietrich, Büsser, Osterwalder (verletzt) Studer (Junioren), Lanz (EHC Olten), Schöni (SCB)

EHC Seewen: Rüegger (ET: Ke.Liechti); S. Schnüriger, T. Büeler; R. Büeler, Michel; Kutil, Auriemma; Scheiber; Fries, Noll, Zurkirchen; Wellinger, Arnold, Diezi; Steiner, Schön, Koller; Gisler, Langenegger, Märchy. Headcoach: Albert Malgin.