Beach Soccer
Die regionalen Spitzenteams sind auf dem Weg zur Sandmonarchie

Mit den Chargers Baselland, den Scorpions und Basiléia steigen drei regionale Teams am Wochenende in die neue Saison. Nicht mehr dabei ist FC Basel Beach. Die Chargers peilen einen Rang unter den besten vier Mannschaften an, die Scorpions den Sieg

Jonas Burch
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Cupsieger Chargers Baselland visiert erneut die Top 4 an. Lutz

Cupsieger Chargers Baselland visiert erneut die Top 4 an. Lutz

Die Spitzenteams liegen in Reichweite. Mehr denn je. Schritt für Schritt haben sich die Chargers Baselland an die Top-Plätze der Suzuki League herangetastet. Die letzte Saison schlossen die Liestaler auf dem 4. Rang ab und krönten das Jahr mit dem zweiten Cupsieg nach 2010. «Es gibt aber noch immer Mannschaften, die deutlich erfahrener sind als wir», drosselt Chargers-Präsident Goran Abt die Erwartungen. Dennoch werden auch diesmal die Top 4 anvisiert, wo in den Finalspielen um die Meisterschaft gespielt wird. Ausserdem wird die Titelverteidigung im Schweizer Cup angestrebt, «auch wenn das keine einfache Sache wird», weiss Abt.

Der Aufwärtstrend und die gestiegenen Ambitionen der Baselbieter kommen nicht von ungefähr. Mit einer topmodernen Infrastruktur, einer nachhaltigen Nachwuchsarbeit und gezielten, regionalen Verstärkungen haben sich die Chargers eine Basis für die Zukunft gelegt. Schon heute zählt der Verein die meisten Mitglieder aller Schweizer Teams, stellt zusätzlich zum Fanionteam eine B-Mannschaft und eine Frauenequipe. Mit Nico Jung (2012 als bester Goalie ausgezeichnet) und Spielercoach Samuel Lutz, der auch in der Nationalmannschaft für die Schweiz Tore schiesst, hat man die nötigen Routiniers im Team.

Deutlich erfolgsverwöhnter als die Chargers sind die Scorpions. Seit der Gründung 2004 haben die Basler fünf Meistertitel (2006-09, 2010, 2011) und zwei Cupsiege (2008 und 2009) ans Rheinknie geholt. 2012 beendete man – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte – eine Saison ohne einen nationalen oder internationalen Titel. «Dennoch sind wir als Dritter zufrieden mit der Saison», blickt Präsident und Spieler Moritz Jäggy zurück.

Den Sieg machten die Grasshoppers und die Sable Dancers aus Bern unter sich aus. «Beide Teams haben sich auf den Finaltag hin mit ausländischen Profis verstärkt. Wir verfolgen da eine andere Philosophie», sagt der Nationalspieler. Was dem Sport sicher entgegenkommt: Künftig dürfen in der Endrunde nur noch Spieler eingesetzt werden, die auch während des Meisterschaftsbetriebs mindestens einmal zum Zug kamen. «Entsprechend ist es unser Ziel, wieder einen Titel zu gewinnen», gibt sich Jäggy zuversichtlich.