Fecht-EM

Die drei Musketiere der Fechtgesellschaft Basel

Benjamin Steffen (l.), Laura Stähli und Max Heinzer posieren in Vevey.

Benjamin Steffen (l.), Laura Stähli und Max Heinzer posieren in Vevey.

Ein Top-Favorit, ein Favoritenschreck und eine Zukunftshoffnung vertreten die Fechtgesellschaft Basel in Montreux.

Von den acht Schweizer Degenfechtern, die in Montreux im Einzel- und Team-Wettbewerb antreten, stammen deren drei von der Fechtgesellschaft Basel. Das ist auch ein Verdienst von Trainer Manfred Beckmann, der die Fechtgesellschaf seit nunmehr 25 Jahren als Maître erfolgreich leitet.

Und die Schützlinge von Maître Beckmann sind gerüstet. Max Heinzer, der 2013 die Nummer 1 der Welt war, hat in dieser Saison seinen achten Weltcupsieg im Einzel gefeiert und belegte kürzlich am GP in Rio Rang 2. «Eine Heim-EM erlebt man nur einmal in seinem Leben», schwärmt Heinzer. Der 27-jährige Schwyzer trainiert seit 2006 in Basel und hofft, dass die Heim-EM einen ähnlichen Boom auslöst wie die Leichtathletik-EM in Zürich, bei der Kariem Hussein Gold holte. Gold, das streben die Schweizer Männer um Leader Max Heinzer vor allem im Teamwettbewerb an.

In der Weltrangliste belegt das Quartett momentan Rang 3. Schon dreimal in Folge holten die Schweizer den EM-Titel (2012, 2013, 2014). Gar vier EM-Titel mit dem Team hat Benjamin Steffen vorzuweisen. Der Routinier und Linkshänder hat in dieser Saison wieder zur Form seiner besten Tage gefunden, stand nach sechs Jahren Unterbruch wieder auf einem Weltcup-Podest, wurde Schweizer Meister und kämpfte sich in der Weltrangliste auf Position 15 hoch. Steffen könnte an der EM dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen.

Wird von den Männer fast schon eine Medaille erwartet, käme das bei den Frauen einer Sensation gleich. Die Baslerin Laura Stähli, die dreimal in Folge Schweizer Meisterin wurde, muss sich nach erfolgreichen Junioren-Jahren bei den Senioren (Elite) noch beweisen. Für sie stehen weniger die Resultate, sondern die Zufriedenheit über die eigene Leistung im Vordergrund. Motto: Erfahrung sammeln.

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