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Der nächste Patzer - Basel vergibt in Lugano eine Zwei-Tore-Führung und spielt am Ende nur 2:2

Der FC Basel beendet eine enttäuschende englische Woche mit einem 2:2-Unentschieden in Lugano. Weil YB nach wie vor verlustpunktlos an der Spitze der Tabelle steht, fehlen dem FCB nun bereits 14 Punkte auf den Leader.

Julian Förnbacher
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FC Lugano - FC Basel (30.09.2018)
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Basel erhöht in der zweiten Hälfte auf 2:0. Doch kurz darauf gelingt Lugano der Anschlusstreffer.
Cömert und Xhaka im Luftduell mit Luganos Miroslav Covilo.
Bei den Luganesi passt in der ersten Hälfte nicht viel zusammen. Dementsprechend ist Lugano-Trainer Guillermo Abascal sichtlich unzufrieden.
Sein Gegenüber Marcel Koller wirkt entspannter.
Früher Basler Jubel: Luca Zuffi gelingt nach 10 Minuten das 1:0.
Albian Ajeti schirmt den Ball vor Luganos Fulvio Sulmoni ab.

FC Lugano - FC Basel (30.09.2018)

Keystone

Der Spielverlauf: Basel gibt Zwei-Tore-Führung aus der Hand

Der FC Basel legte einen mehr als ansprechenden Start auf den holprigen Rasen des Stadio Cornaredo. Bereits in der 10. Spielminute schloss Luca Zuffi einen Angriff mühelos zur frühen Gästeführung ab. Der FC Lugano wirkte in der Startphase lethargisch und verunsichert - erst ein ungemütlicher Besuch von Präsident Angelo Renzetti auf der Ersatzbank erweckte die Bianconeri. Vor allem aber ist es der FCB, der den Luganesi den Weg in die Partie ebnet: Nach dem 1:0 nimmt das Koller-Team den Fuss vom Gas und kommt seinerseits bis zum Tee zu keinen nennenswerten Chancen mehr.

Nach dem Seitenwechsel dann verkehrte Welt im Tessin. Beide Teams spielen plötzlich wieder offensiv und mutig - und treffen sogleich. Erst trifft Albian Ajeti nach einer schönen Kombination über Zuffi und Fabian Frei aus der Drehung zum zwischenzeitlichen 2:0. Nur eine Minute später klingelt's im Basler Kasten: Nach einem Freistoss steigt Covilo am höchsten und düpiert mit seinem Kopfball FCB-Keeper Martin Hansen. Der Tessiner stand dabei jedoch knapp im Offside, was dem Schiedsrichtergespann um Pascal Erlachner entging.

In der Folge kehrt beim FC Basel wieder Passivität ein. Anstatt das 3:1 zu suchen, lassen die Basler den FC Lugano noch einmal Schwung holen. Und so fällt kurz vor Schluss dann gar noch der Ausgleich: Der eingewechselte Carlinhos Junior stochert den Ball nach einer Gerndt-Hereingabe in der 82. Minute über die Linie. Die FCB-Defensive, allen voran Blas Riveros, sieht bei diesem Gegentreffer ganz schwach aus. Am Ende sichert sich Lugano einen verdienten Punkt, der FCB hingegen muss sich über sich selbst und seine mangelnden Offensivbemühungen ärgern.

Der Beste: Luca Zuffi

Das 1:0 selbst gemacht und auch beim 2:0 federführend beteiligt. Luca Zuffi nahm in Lugano eine zentrale Rolle in der FCB-Offensive ein. Am Ende kann jedoch auch er nicht verhindern, dass der FCB im Cornaredo stolpert.

Das gab sonst noch zu reden: Sprinkler-Alarm sorgt für Spielunterbruch

In der 6. Minute musste Schiedsrichter Pascal Erlachner die Partie kurz unterbrechen. Der Grund sorgt für Schmunzeln. Beinahe wurde nämlich FCB-Torwart Martin Hansen im wahrsten Sinne des Wortes kalt geduscht: Aus dem Nichts ging plötzlich der Rasensprinkler in seinem Strafraum los. Die Panne war jedoch schnell behoben und die Spieler konnten (trocken) weitermachen.

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