Leichtathletik
Der Generationenwechsel ist erfolgreich vollzogen

Der neue Vorstand das Nordwestschweizer Leistungszentrums zieht nach zwei Monaten im Amt eine erfolgreiche Bilanz. Der Zeitpunkt für die Übergabe ist für den neuen Präsident Christof Biedermann ideal, weil die laufende Saison bereits aufgegleist ist.

Dean Fuss
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Präsident Christof Biedermann (r.) und Geschäftsführer Philipp Schmid.

Präsident Christof Biedermann (r.) und Geschäftsführer Philipp Schmid.

Dean Fuss

Mit der Amtsübergabe am 10. April wurde im Leichtathletik Leistungszentrum Nordwestschweiz (LLZ NWS) vollzogen, was zuvor von langer Hand vorbereitet worden war. «Der Übergang ist gelungen», sagt der neue LLZ-Präsident Christof Biedermann nach zwei Monaten in seinem neuen Amt.

Der Generationenwechsel im LLZ war während zweier Jahre vorbereitet worden. Der neue Vorstand konnte sich zuletzt während einer Übergangsphase bereits ins Amt einarbeiten. «Der Zeitpunkt ist sehr clever, weil die laufende Saison bereits aufgegleist ist und wir so mehr Einarbeitungszeit haben», so der 56-Jährige. Angestossen hatte den Generationenwechsel der Vorstand um Biedermanns Vorgänger Pierre Brennwald, der das LLZ vor gut fünf Jahren zusammen mit Rudolf D. Grüninger, Rudolf Stähelin, Urs Roth, Philipp Schmid und Silvia Rysler aus der Taufe gehoben hatte.

LLZ ermöglicht qualitativ gute Trainings

Das LLZ wurde gegründet, um den Leichtathletinnen und Leichtathleten in der Region einen möglichst einfachen Zugang zu ergänzenden Trainings mit professionellen Trainern in ihren Disziplinen zu ermöglichen. Damit erhalten die Sportler eine qualitativ gute Trainingsumgebung, unabhängig davon, ob ihr Stammverein auf ihre Disziplin ausgerichtet ist. Das System des Nordwestschweizer Leistungszentrums hat sich derart bewährt, dass der Schweizer Leichtathletikverband das Konzept übernommen und auf das ganze Land angewandt hat.

Ins LLZ-Kader werden grundsätzlich Athletinnen und Athleten aufgenommen, die dafür geforderte Limiten erreicht haben. Auch nach der Aufnahme ins Kader bleiben sie Mitglieder in ihren Stammvereinen und gehen an Wettkämpfen auch für diese an den Start. Das LLZ finanziert sich hauptsächlich über Beiträge von kantonalen Swisslos- und Sportfonds, Verbänden, der regionalen Verein und von Sponsoren. Hinzu kommen eher symbolische Beiträge der Sportlerinnen und Sportler à 100 Franken pro Jahr.

Zusammenhalt statt Rivalität

Das Ziel des neuen Vorstands ist klar: «Wir wollen das Niveau der Förderung halten und die Qualität der auch Trainer weiterhin garantieren können», sagt LLZ-Geschäftsführer Philipp Schmid. Der 36-Jährige ist seit der Gründung mit dabei und bleibt auch unter dem neuen Vorstand in seinem Amt.

«Wir sehen uns als Dienstleister für die Vereine in der Region», sagt er. Das LLZ ergänze die Leistung der Klubs, bündle Kräfte und professionalisiere die Trainingsinfrastrukturen. Biedermann und Schmid sehen zudem einen weiteren vom LLZ verursachten Effekt: Weil die regionalen Athletinnen und Athleten gemeinsam trainieren, herrsche heute regionaler Zusammenhalt statt ausgeprägter regionaler Rivalität.

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