1. Liga
Der FC Black Stars verliert gegen die U21 des FC Luzern klar mit 1:5

Auch das vierte Heimspiel wurde für den Basler Quartierverein zu einer Verlustpartie. Mit vier Zählern verbleibt «Blägg» damit auf dem vorletzten Tabellenrang in der Gruppe 2 der 1. Liga.

Georges Küng
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Den Black Stars wollte nicht viel gelingen.

Den Black Stars wollte nicht viel gelingen.

Uwe Zinke

Es gibt Vergleiche, in denen der Verlierer neidlos anerkennen muss, dass der Rivale schlicht besser war. Das war gestern am späteren Nachmittag auf dem Buschweilerhof der Fall. So sehr sich die «Schwarz-Sterne» auch bemühten – die jungen Talente des Super-League-Vereines Luzern waren in allen Belangen überlegen.

«Wir haben in der ersten Halb­zeit sehr gut gespielt und die Partie bestimmt; danach folgte ein Leistungsabfall, des­sen Folge der Gegentreffer war. Zuletzt hätten wir aber das Skore noch höher gestalten kön­nen», fasste Luzern-Trainer Gerardo Seoane die 90 Minuten treffend zusammen.

Nur gerade in den Anfangsminuten, als Black-Goalgetter Mickaël Rodriguez (36) knapp am gut reagierenden Gäste-Keeper Simon Enzler (19) scheiterte, wäre ein anderer Spiel­verlauf möglich gewesen. Und nach dem 1:3 hatten die Basler einige Minuten, wo sie ve­hement das Anschlusstor suchten. Aber diese Argumente sind zu viele Konjunktivs (wenn, aber, hätte, wäre, vielleicht) – und diese Argumentationsform gehört im Fussball bekannt­lich immer den Verlierern.

Ein Wirbelwind namens Hoxha

Vielmehr muss man den Luzerner Nachwuchs loben. Was die 16- bis 19-jährigen Jungs zeigten, war attraktive, ja feinste Kost. Sichere Ballkombinationen, ein nahezu perfektes Spiel ohne Ball, gute Seitenwechsel und technisch versierte Akteure führten dazu, dass Luzern stets agierte, so dass die Black Stars immer (hilflos) reagieren mussten. Bezeichnend hiefür der quicklebendige Rrezart Hoxha (Jahrgang 1998), der innert vier Minuten zwei Tore erzielte und einmal den Pfosten traf.

Und als Einwechselspieler Ruben Vargas (18) den vierten Eckball der Innerschweizer wuchtig einköpfelte, war der allerletzte Funken Hoffnung (auf einen Punktgewinn der Platzherren) endgültig gelöscht. Dass Hoxha für das finale Skore besorgt war, passte zu dieser Par­tie, die einen würdigen Sieger hatte.

Diese U21-Equipe war substanziell die beste Gastmannschaft, die man in den letzten zwei Jahren auf dem «Buschwilerhof» gesehen hat. «Sie waren uns vor allem gedanklich weit überlegen; wir kamen immer einen Schritt zu spät, unsere Abstimmung klappte nicht, so dass sie stets ein Übergewicht hatten. Gegen solch einen Widersacher, der Akteure hat, die einst wohl im Profifussball spielen werden, erkennt man die Limiten», meinte Black-Stars-Trainer Andy Fimian. Im Wissen, dass vier Zähler aus sechs Matches, bei vier Heim­partien, nicht jener Ausbeute entsprechen, welche sich Sportchef Peter Faé vorstellt.

Aber auch der «Mister Black Stars» wird in den 85 Minuten, in denen er Zaungast war, er­kannt haben, dass die Niederlage nur einen einzigen Grund hat: Der Gegner war substan­ziell stärker und verdiente sich diesen Sieg ohne Wenn und Aber. Für die Niederlage braucht sich seitens des FC Black Stars niemand zu grämen oder gar zu schämen.

Und dass die zwei ältesten Luzern-Spieler zusammen so alt wie Torgarant Rodriguez sind, sei dezent auch noch erwähnt... an Talenten fehlt es in der Zentralschweiz nicht. Das dürf­te auch der FC Basel zur Kenntnis nehmen und längst bekannt sein!

Telegramm: FC Black Stars Basel – FC Luzern U21 1:5 (0:3)

Sportplatz Buschweilerhof. - 165 Zuschauer. - SR: Thies. - Tore: 24. Hoxha 0:1. 28. Hoxha 0:2. 44. Ugrinic 0:3. 65. Hengel 1:3. 74. Vargas 1:4. 86. Hoxha 1:6.

Black Stars: Oberle; Mumenthaler, Farinha, Micic, Infantino; Kassem (53. Bajraktari), Mus­lija; Hen­gel, Spahr, Friedli (63. Fazio); Rodriguez.

Luzern U21: Enzler; Bender, Miranda, Knezevic, Sidler; Arnod; Ulrich, Ugrinic (81. Shabani), Rüedi (75. Nguyen), Riedmann (70. Vargas); Hoxha.

Bemerkungen: Black Stars ohne Kovacevic (gesperrt) und Chételat (verletzt). - 26. Pfos­tenschuss von Hoxha. - Verwarnungen: 33. Muslija (Foul), 38. Miranda (Foul) und 56. Ul­rich (Reklamieren). - Eckbälle: 1:4 (0:3)

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