Beachsoccer
Dem Leader aus der Landeshauptstadt ein Bein stellen

In der morgen beginnenden Suzuki-Premier-League-Saison gehören die Basler Teams zu den Mitfavoriten. Die Scorpions Basel und die Chargers Baselland wollen in den kommenden Monaten ein gewichtiges Wort um den Titel mitreden.

Fabian Sanginés
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Die Chargers Baselland (grün) und die Scorpions Basel kämpfen wieder um Titel.

Die Chargers Baselland (grün) und die Scorpions Basel kämpfen wieder um Titel.

Dave Joss / Joss Media

Es war ein dramatisches Spiel um Bronze. Erst durch das Penaltyschiessen sicherten sich die BSC Scorpions Basel im Derby gegen die Chargers Baselland den dritten Platz der Saison 2013. Nun stehen beide vor einer neuen Spielzeit und beide wollen sie wieder die ganz grossen Spiele bestreiten. «Die Liga ist zwar ausgeglichener geworden, sechs Mannschaften sind etwa auf Augenhöhe. Trotzdem wollen wir dieses Jahr wieder mindestens ins Halbfinale», gibt sich Goran Abt, Präsident der Chargers ambitioniert. Ins selbe Horn bläst auch der Vorjahresdritte, Scorpions Basel. «Grundsätzlich sollte man die Ziele immer höher als im Jahr zuvor setzen. Somit ist unser Anspruch auch diese Saison ein Platz unter den ersten vier», so Dominik Ziegler, Trainer der Scorpions.

Transfercoup gelandet

Die Chargers Baselland haben ihre Ambitionen bereits auf dem Transfermarkt untermauert. Mit dem Schweizer Internationalen, Sandro Spaccarotella von GC Beach, haben die Baselbieter einen echten Transfercoup gelandet. Zusätzlich stossen zwei Nationalspieler aus Trinidad und Tobago, sowie einer aus Deutschland zum Team. Besonders von den beiden Karibik-Kickern verspricht sich Abt einiges: «Die Jungs sind sich den Sand gewohnt. Sobald sie sich unserer Liga angepasst haben – in der Karibik ist die Gangart traditionell etwas rauer – werden die beiden eine grosse Verstärkung für unsere Mannschaft sein.»

Auch ohne Ausländer erfolgreich

Die Scorpions ihrerseits treten mit einer nahezu unveränderten Truppe an. Einzig Tobias Fumagalli kann als echte Verstärkung bezeichnet werden. «Wir bleiben unseren Wurzeln treu und versuchen, ohne ausländische Topstars zu bestehen. Ich verstehe aber jeden Verein, der Cracks aus dem Ausland verpflichtet. Schliesslich hebt dies auch das Niveau und die Attraktivität der Liga», so Ziegler. Umso erstaunlicher, dass sich die Stadtbasler auch mit dieser defensiven Haltung auf dem Transfermarkt an der Spitze etablieren und sogar fünf Meistertitel feiern konnten.

Chargers stellen U17-Team

Unterschiedlich arbeiten die beiden Basler Teams auch in der Nachwuchsförderung. Während die Chargers einer von drei Vereinen ist, die eine U17 stellen, kriegen die Scorpions diesen zusätzlichen Aufwand nicht gebacken.

Einig sind sich die Kontrahenten trotzdem in zwei Punkten: Einerseits peilen beide an der ersten Doppelrunde dieses Wochenende in Solothurn sechs Zähler an, andererseits zählen beide den Titelverteidiger Sable Dancers Bern zum absoluten Topfavoriten. Oder wie Goran Abt es formuliert: «Die Sable Dancers werden wohl wieder die halbe Tahitische Nationalmannschaft am Start haben. Somit haben sie natürlich wieder alle Trümpfe in ihrer Hand» und fügt mit einem Augenzwinkern an: «Trotzdem hoffe ich, dass wir den Bernern ein Bein stellen können.»