Basketball
Corona-Erkrankungen und fehlender Rhythmus: Die Starwings verlieren den Jahresauftakt

Erst im dritten Anlauf konnte das Spiel am Mittwochabend stattfinden. Das virusgebeutelte Team der Starwings traf auf den Rivalen und Tabellennachbarn aus Boncourt, gegen den man sich am Ende mit 76:88 geschlagen geben muss.

Esteban Waid
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Auch gegen Boncourt war Deondre Burns wieder der beste Skorer der Starwings.

Auch gegen Boncourt war Deondre Burns wieder der beste Skorer der Starwings.

Keystone

Zwei Mal musste der Auftakt ins neue Jahr für die Starwings verschoben werden. Sechs Spieler der Baselbieter hatten sich um die Feiertage herum mit dem Coronavirus infiziert. Die Quarantäne haben die Spieler zwar rechtzeitig verlassen können, doch die Partie am 3. Januar kam zu früh. Die Erkrankung hat ihre Spuren hinterlassen. Und auch der zweite Termin sechs Tage später musste verschoben werden. Erst der dritte Anlauf am Mittwoch hat dann endlich funktioniert. Die Winterpause hat sich damit auf fast einen Monat gestreckt. Die Spieler seien trotzdem heiss, hiess es vor dem Spiel aus den Reihen der Starwings. Dass an diesem Mittwochabend in der Birsfelder Sporthalle das Derby gegen Boncourt auf dem Programm stand, dürfte die Motivation der Spieler nicht gerade geschmälert haben.

Starwings erwischen einen guten Start

So heiss startet das Heimteam auch mit sieben unbeantworteten Punkten in das Spiel. Doch genauso schnell ist dieses Furioso auch schon wieder vorbei. Schnell holen die Gäste aus dem Jura auf. Vor allem in Person von Ex-Starwing-Spieler Nemanja Calasan, der den Starwings vormacht, wie man seine 3-Punkte-Würfe versenkt, sodass die Jurassier das erste Viertel gewinnen.

Eine der stärksten Phasen der Birsfelder beginnt Mitte des zweiten Viertels, weil dann auch endlich Topskorer Deondre Burns ins Spiel kommt und weil sein Pendant auf Seiten der Gäste, Devin Cooper, am Punkten gehindert werden kann. Einzig der Rebound-Leader der Liga, Milos Jankovic, lässt die Starwings in der ersten Hälfte des Spiels verzweifeln und drückt der Partie mit elf Punkten den Stempel auf. Trotzdem lassen die Baselbieter nicht nach. Branislav Kostic macht kurz vor Ablauf der Zeit seinen Dreier, sodass die Starwings sogar mit einer Führung von 34 :33 in die Halbzeitpause gehen.

Was noch im ersten Teil des Spiels einigermassen funktioniert, geht dem Heimteam in Halbzeit 2 komplett verloren. Sowohl defensiv als auch offensiv schleichen sich zu viele Fehler ein. Boncourts Spieler können teilweise unbedrängt werfen. Ging es bei den Wings mal schnell nach vorne, bremsen Fehlpässe den Vorwärtsdrang. So liess man auch eben Devin Cooper ins Spiel kommen, den man zuvor noch gut unter Kontrolle hatte.

Im letzten Viertel zieht Bonocurt dann sogar bis auf 20 Punkte davon. Immer wieder sieht man Dragan Andrejevic an der Seitenlinie gestikulieren. Manchmal steht er aber auch einfach nur fassungslos da und schüttelt den Kopf. Dass sein Team noch kurzzeitig bis auf vier Punkte herankommt, wird wohl nur ein kleines Trostpflaster sein. Am Ende muss man sich dem Tabellennachbarn mit 76:88 geschlagen geben.

Die Nachwirkungen von Corona sind zu spüren

Ein Problem ist nach dem Spiel schnell ausgemacht. «Man sieht was ist, wenn man 27 Tage kein Spiel hat und sechs Spieler positiv getestet werden. Trotzdem war nicht alles negativ. Das Team hat zwischenzeitlich 16 Punkte aufgeholt. Und was sie können, wenn sie im Rhythmus sind, haben sie gegen Lugano gezeigt», so der Präsident Pascal Donati nach der Partie.

Auch Starwings-Spieler Vid Milenkovic beklagt nach dem Spiel den fehlenden Rhythmus und die Probleme durch die Corona-Erkrankungen. «Ich habe es okay verkraftet, aber es gibt Mitspieler, die noch nach der Quarantäne Probleme hatten.» Der Shooting Guard ist einer von elf Spielern, die nun schon infiziert waren und auch er müsse Checks machen, um Langzeitfolgen der Erkrankung ausschliessen zu können.

Für die nächste Partie empfangen die Starwings am Samstag Fribourg Olympic in der Birsfelder Sporthalle. Sofern Corona nichts dagegen hat.

Starwings : BC Boncourt 76:88 (34:33)

Sporthalle Birsfelden. – keine Zuschauer – SR Novakovic/Mazzoni/Prades

Viertelresultate: 18:23; 16:10; 14:30; 28:25

Starwings: Burns (21), Kostic (15), Krill (13), Sane (8), Vrancic (6); Milon (12), Milenkovic, Haile, Davet (1), Fasnacht.

Boncourt: Cooper (22), Jankovic (16), Kozic (13), Fongué (18), Calasan (12); Seylan (3), Wälti, Solioz, Savon.

Bemerkungen: Fouls: Starwings 17, Boncourt 17; Spieler des Tages Eric Fongué (BCB) und Matthe Milon (SW)

Das komplette Spiel zum Anschauen: