Squash
Zwei Vereine, ein Ziel: Der Nachwuchs soll ran

Während Wohlen im Umbruch ist und eine neue Vereinsstrategie aufzieht, indem es sich aus der NLA zurückzieht und die Führung wechselt, hält Fricktal an der erfolgreichen Linie fest und setzt auf die Nachwuchsförderung.

Daniela Mauro
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Das Wohler Team ist bereit. ZVG

Das Wohler Team ist bereit. ZVG

Es gab viele Veränderungen in der aargauischen Squashwelt. Um genau zu sein: beim Squash Club Wohlen. Nicht nur die Meldung, dass sich die erste Mannschaft des Vereins aus der Nationalliga A zurückzieht, sondern auch die Nachricht des Führungswechsels in Wohlen lässt aufhorchen. Neu ist Max Baumann der Vereinspräsident, er löste Pesche Leutwyler ab. Obwohl die Führungsstrategien der beiden Männer auseinander gehen, zog sich Leutwyler friedlich aus dem Präsidium zurück. «Natürlich gab es einige Diskussionen bezüglich des neuen Stils, aber nach 10 Jahren und 3 Schweizer-Meister-Titeln konnte Pesche auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken und das Präsidium zuversichtlich in neue Hände legen», so die neue Führungskraft Baumann.

NLA brachte Wohlen finanziell an die Grenzen

Aber was verändert sich nun genau alles bei Wohlen? Zum einen wurde, wie erwähnt, die erste Mannschaft aus der höchsten Liga zurückgezogen und sie wird neu in der 1. Liga spielen. Zum anderen setzt der Villmerger nun wieder vermehrt auf die Nachwuchsförderung. «Das NLA-Team brachte den Club aufgrund der ausländischen Spieler und der damit verbundenen Professionalisierung finanziell an seine Grenzen. Zudem war der Fokus allzu sehr auf dieses Team beschränkt. Dadurch haben wir in den letzten Jahren die Nachwuchsförderung vernachlässigt», so Baumann.

Nun sei das neue Ziel aus «eigener Kraft», sprich, ohne ausländische Hilfe zu bestehen. «Die neuen Erstligisten sollen mittelfristig in die NLB aufsteigen. Der Klub ist der Meinung, dass diese Liga zurzeit ein realistisches sportliches Ziel ist und man dort gut vertreten sei.» Weiter kümmere man sich jetzt intensiver um die «Jungen» und um die Verbreitung des Squashsports an sich.

Fricktal weiss, wies geht

Was nun Wohlens neue Strategie ist, verfolgt der Squash Club Fricktal schon lange. «Bei uns sind der Nachwuchs und die Förderung der Jugendlichen ein zentrales Thema», so Präsident Peter Schlappritzi. Zudem fügt er an: «Weiter ist uns auch die Freude am Sport und das Vereinsleben sehr wichtig. Wir denken lang- und nicht nur kurzfristig.» Ein weiser Gedanke; denn während Wohlen im Umbruch ist, kann Fricktal auf eine konstante Linie zurückblicken. Natürlich ist die A-Mannschaft von Fricktal nicht halb so erfolgreich wie das ehemalige Team aus Wohlen, aber trotzdem werde man auch im Fricktal gefördert.

Während also Wohlens neue Erstligisten also mittelfristig wieder den Aufstieg schaffen wollen, sind die Ziele des NLA-Teams von Fricktal ähnlich der letzten Saison: «Wir kämpfen um den Ligaerhalt.» Trotz dieser Unterschiede verbindet der Gedanke, der Bevölkerung Squash näherzubringen, die beiden Aargauer Vereine.

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