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Zum zweiten Mal in Folge gewinnt ein Glarner in Ehrendingen

Der 22-jährige Ueli Rhyner entscheidet das 35. Pfingstrennen vor dem mittlerweile 49-jährigen Christian Eminger für sich. Damit wurde Eminger zum zweiten Mal in Folge auf den Ehrenplatz verwies und zum zweiten Mal von einem Glarner.

August Widmer
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Mut zum Angriff: Ueli Rhyner wurde mit dem Sieg belohnt. awi

Mut zum Angriff: Ueli Rhyner wurde mit dem Sieg belohnt. awi

August Widmer

Mit dem Sieg von Ueli Rhyner (Niederurnen) ging das 35. Pfingstrennen von Ehrendingen zu Ende. Damit gewann nicht nur zum zweiten Male in Folge ein Glarner das älteste noch in ununterbrochener Reihenfolge ausgetragene reine Amateurrennen. Vielmehr verwies mit Rhyner zum zweiten Mal nach 2012 ein Fahrer aus dem Kanton Glarus den unverwüstlichen Christian Eminger auf den Ehrenplatz.

Vor Jahresfrist stand mit Colin Stüssi (Näfels) ein Glarner dem unverwüstlichen Senior Christian Eminger vor der Sonne. Am Pfingstmontag, als die Sonne mehr schien als erhofft, war es nun mit Ueli Rhyner (Niederurnen) erneut ein Fahrer aus dem Fridolin-Kanton, der einen Eminger-Sieg verhinderte.

Auf dem Trikot von Sieger Rhyner prangte nicht nur Fridolin, der Kantonsheilige, sondern auch «Glarner Energie». «Das ist unser diesjähriger Sponsor», erklärte Ueli Rhyner zur «Glarner Energie».

Viel «Glarner Energie» brauchte der 22-Jährige, um auf den letzten Kilometern des über 126 km führenden Pfingstrennens eine Fünferspitze zu sprengen und solo mit einem Vorsprung von acht Sekunden das Ziel auf der Freienwilerstrasse zu erreichen.

Rhyner, der in Ehrendingen seinen ersten Sieg in der Amateur-Kategorie erzielte, gab zu, dass es Mut für seinen Angriff auf den letzten Kilometern brauchte: «Die Windverhältnisse waren wirklich schwierig. Da wollte man sich natürlich lieber in einer Gruppe verstecken, als selber einen Angriff zu fahren.»

Rhyner vertraute nicht nur auf seine Kräfte, sondern schätzte auch die Witterungsverhältnisse richtig ein: «Zwischen Lengnau und der Tiefenwaage gab es Rückenwind. Das kam mir entgegen. Da war ich so schnell wie die Verfolger.» Auf einen Sprint wollte es der Glarner nicht ankommen lassen. Vor allem nicht gegen den unverwüstlichen, mittlerweile 49-jährigen Eminger. Eminger ist mit seiner Routine in einem Sprint nur schwer zu schlagen. Das wissen inzwischen auch seine Gegner, deren Vater er sein könnte.

Einmal mehr spielte Eminger in Ehrendingen jedoch seine Routine aus. Er lag ab dem letzten Drittel der 18 Runden in Front. Zuerst waren sie zu zweit vorne, dann gingen fünf Fahrer in die Schlussrunde. Auf dieser Schlussrunde brauchte es dann die «Glarner Energie» von Ueli Rhyner, um zum zweiten Male nach 2012 einen Eminger-Sieg zu verhindern. Mit dem Vorsprung von acht Sekunden war Rhyner damit der zweite Glarner, der Christian Eminger zum zweiten Mal in Folge auf den Ehrenplatz verwies.

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