Strandfussball
Wie die Havana Shots Strandfussball zelebrieren

Mit einem 12:1-Kantersieg gegen Schlusslicht Gerzensee und der Bestätigung des zweiten Zwischenranges beendeten die Havana Shots Aargau das dritte Meisterschaftswochenende im heimischen Birr.

Pius Rüegger
Merken
Drucken
Teilen

«Wir haben sechs Punkte geholt, das wollten wir und haben wir erfüllt», sagte Präsident Mike von Wyl, selbst Spieler. Zwei Punkte hinter Scorpions Basel – die Meisterserie der Rheinstädter seit Einführung 2006 wurde einzig 2009 durch die Aargauer durchbrochen – verbleiben die Einheimischen mit der Nummer 1 der Schweiz ungeschlagen.

«Unser Ziel ist, an den Scorpions dran zu bleiben und auf unsere Chance zu lauern, den ersten Platz zu übernehmen», erklärt von Wyl. Mit hartem Training und einer ungewöhnlich langen Vorbereitungszeit wurde die Basis gelegt. «Unser Trainer Davor Ivcevic, ehemaliger Spieler und heutiger Assistenz-Coach der Schweizer Nati, konnte die Abgänge mit den Zuzügen sehr gut kompensieren», sagt von Wyl.

Fallrückzieher vor 300 Zuschauern

Im Spiel vom Samstag mussten die Platzherren gegen die Baselbieter Chargers alles geben. Vor 400 begeisterten Zuschauern rangen sie die Gäste wie am Mittwoch im Schweizer Cup 6:5 nieder. In einer hektischen Partie wurde der Nationalspieler der Liestaler, Stephan Meier, wegen Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen. Trotzdem stand sein Team dem Ausgleich bis zum Schluss nahe. «Wir brachten uns durch Eigenfehler selbst in Bedrängnis, wobei die Chargers Revanche wollten und noch härter ran gingen», analysierte von Wyl.

Gegen den jungen und unerfahrenen Aufsteiger Gerzensee kannten die Havana Shots keine Probleme. Die Platzherren dominierten die sieglosen Aaretaler nach Belieben. Trotz garstigem Wetter überzeugten die Aargauer vor erneut 300 Zuschauenden mit technischen Kabinettstückchen und herrlichen Fallrückziehern. «Gegen unser breites und starkes Kader war dieser Gegner zu schwach», sagte der Präsident.

Dejan Stankovic gab sich die Ehre

Sportlicher Höhepunkt war der Vergleich zwischen dem Beachsoccer-Team Zürich und den Sable Dancers Bern. Beide haben Weltklasse-Spieler engagiert. Die Berner die beiden Spanier Amarelle und Nico und die Zürcher die Portugiesen Madjer und Belchior sowie den Amerikaner Mikey Lawler. Nicht zu vergessen der Schweizer Dejan Stankovic bei den Limmatstädtern – bester Spieler und Topskorer an der WM 2009 in Dubai und mit der Schweiz Vize-Weltmeister –, der mit einer Tordoublette in der Schlussminute zum 9:9 die Punkteteilung bewerkstelligte. Trotz dieser Prominenz belegen die Hauptstädter nur Platz 5 und die Zürcher den vorletzten Rang.