FC Aarau
Umstrittener Trainer Schällibaum will nicht aufgeben: «Bin überzeugt, dass ich es hinkriege»

Am Pfingstmontag richtet der Verwaltungsrat über die wichtigste Personale in der Profiabteilung des FC Aarau: Bleibt Schällibaum Cheftrainer oder nicht? Gespräche mit potenziellen Nachfolgern wurden bereits geführt.

Sebastian Wendel
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Marco Schällibaum will weiter FCA-Trainer bleiben.

Marco Schällibaum will weiter FCA-Trainer bleiben.

Marc Schumacher/freshfocus

Nach dem Saisonende stellt sich beim FC Aarau vor allem eine Frage: Was passiert mit Trainer Marco Schällibaum? Und wer wird nach der allfälligen Entlassung sein Nachfolger?

Schällibaum selber hat trotz zehn Niederlagen in den letzten 14 Spielen noch Hoffnung: «Ich warte ab. Aber ich bin überzeugt, dass ich es hinkriege, den FC Aarau wieder in die Erfolgsspur zu führen.»

 Schällibaums erste Trainerstation heisst Nyon: Von 1995 bis 1997 trainiert er Stade Nyonnais.
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 Darauf folgt ein Intermezzo beim FC Basel, wo Schällibaum von 1998 bis 1999 als Co-Trainer und kurze Zeit als Trainer tätig ist.
 Der erste längere Einsatz an der Seitenlinie absolviert er ab 1999 bei den Young Boys. 2001 gelingt ihm der Wiederaufstieg in die Nationalliga A.
2003 verlässt der als Vulkan bekannte Schällibaum die Hauptstadt...
...und heuert bei Servette an. Nach 41 Spielen ist 2004 bereits wieder Schluss.
Für ein knappes Jahr trainiert Schällibaum zwischen 2005 und 2006 Concordia Basel.
Noch kürzer fällt sein nächstes Engagement beim FC Sion aus: Nach vier Spielen schmeisst ihn Christian Constantin im November 2006 raus.
2007 findet Schällibaum Unterschlupf beim FC Schaffhausen und steigt mit den Munotstädtern ab. Er bleibt bis 2008 in Schaffhausen.
2008 bis 2009 amtet Schällibaum in Bellinzona. Hier schüttelt er dem damaligen St. Gallen-Trainer Uli Forte die Hand.
Die nächste Station ist der FC Lugano. 2010 und 2011 trainiert Schällibaum die Tessiner.
Abstecher nach Kanada: 2013 steht Schällibaum 43 Spiele an der Seitenlinie von Montreal Impact in der Major League Soccer (MLS).
Zurück in der Schweiz, trainiert Schällibaum 2015 den FC Chiasso. Hier klatscht er Alberto Regazzoni ab.
Seit Oktober 2015 steht Schällibaum beim FC Aarau unter Vertrag. Seine Premiere feierte er gegen den FC Biel.
Mit dem FCA weilt er 2017 im Trainingslager im spanischen Marbella.
Beim Gokart-Event drückt er kräftig auf das Gas.

Schällibaums erste Trainerstation heisst Nyon: Von 1995 bis 1997 trainiert er Stade Nyonnais.

Keystone

Wie geht es weiter?

Ob das auch der Vorstand glaubt? Schon die Vertragsverlängerung mit Schällibaum im April war eine Notlösung, weil zuvor andere Wunschkandidaten abgesagt haben. Und danach ist der FCA in die schlimmste Resultatkrise der jüngeren Klubgeschichte geschlittert. «Wir haben es leider nicht geschafft, aus der grossen Qualität der Einzelspieler eine Einheit zu formen, die konstant gute Leistungen abruft», sagt Präsident Schmid.

Fakt ist: Gespräche mit potenziellen Nachfolgern für Schällibaum wurden bereits geführt, darunter Marinko Jurendic (SC Kriens). Dennoch will Schmid in der Trainerfrage keine Tendenz äussern: «Ich habe meine Meinung, aber ich entscheide nicht alleine. Wir werden die Pros und Kontras diskutieren und dann entscheiden.»

Im Gespräch als Schällibaum-Nachfolger: Marinko Jurendic.

Im Gespräch als Schällibaum-Nachfolger: Marinko Jurendic.

Keystone

Der sechsköpfige Verwaltungsrat mit Schmid, Roger Geissberger, Urs Bachmann, Karl Oldani, Peter Zubler und Rudolf Vogt tagt am Abend des Pfingstmontag. Schmid: «Bis Ende kommender Woche wollen wir alle wichtigen Personalentscheide gefällt haben.»