NLA-Handball
Trainer Misha Kaufmann nach dem 23:23 seines HSC Suhr Aarau in Thun: «Ein gewonnener Punkt»

Der HSC Suhr Aarau liegt beim 23:23 auswärts gegen Wacker Thun nie im Rückstand – und muss am Ende trotzdem um den Punkt zittern. Derweil musste Torhütertalent Leo Grazioli vor der Partie forfait geben: Der 19-Jährige hat sich im Freitagstraining einen Fingerbruch zugezogen und fällt vorläufig aus.

Dean Fuss
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HSC-Trainer Misha Kaufmann ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 23:23 in Thun zufrieden.

HSC-Trainer Misha Kaufmann ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 23:23 in Thun zufrieden.

Alexander Wagner

In der letzten Spielminute ist plötzlich alles wieder möglich: Sieg HSC Suhr Aarau, Unentschieden oder Sieg Wacker Thun. Weil allerdings die Offensivreihen beider Teams in ihren letzten Bemühung der Partie ohne Erfolg bleiben endet die Partie in der Thuner Lachenhalle mit 23:23.

Für die Gastgeber aus dem Berner Oberland ist das Unentschieden nach fünf Meisterschaftsniederlagen in Serie als Erfolg zu werten – und für die Gäste aus dem Aargau?

«Der Auftritt meiner Mannschaft war sehr gut, darauf will ich den Fokus legen. Wir haben hier einen Punkt gewonnen, keinen verloren», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann nach Spielende der hektischen Schlussphase zum Trotz und ergänzt: «Über die gesamte Partie waren wir klar die bessere Mannschaft. Es waren schliesslich kleine Dinge, die sie wieder ins Spiel zurückgebracht haben.»

Tatsächlich lag der HSC während der gesamten Partie kein einziges Mal im Rückstand. Ganz im Gegenteil: Über weite Strecken führten die Aargauer das Skore an. Allerdings gelang es nie, vorentscheidend davon zu ziehen.

Ganz im Gegenteil zum Kantersieg beim ersten Duell der beiden Mannschaften in dieser Saison Mitte September, als der HSC bereits zur Pause mit 13:6 in Führung gelegen und die Thuner mit 29:14 richtiggehend aus der Schachenhalle geschossen hatte.

Leo Grazioli fällt wegen ­gebrochenem Finger aus

Martin Slaninka ärgerte sich gleichwohl über den verpassten Vollerfolg: «Es hat nicht viel zum Sieg gefehlt, wir hätten nur ein paar Chancen mehr nutzen und ein paar Bälle mehr blocken müssen», sagt der Kreisläufer des HSC. Seine Chancen offensiv sehr effizient genutzt hat Manuel Zehnder, der dank sechs Treffern vom Siebenmeterpunkt erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft war.

Während João Ferraz, der beim 20:14-Sieg im Aargauer Derby noch verletzt gefehlt hatte, in Thun sein Comeback gab, fehlte beim HSC neben dem am Sprunggelenk verletzten Portugiesen Diogo Oliveira auch Leo Grazioli.

Das 19-jährige Torhütertalent hatte sich am Freitag im Training den kleinen Finger an der rechten Hand gebrochen und sich einer Operation unterziehen müssen. Wie lange er deswegen ausfällt, ist noch nicht bekannt.

So sind Sie beim HSC live dabei

Tickets Seit Inkrafttreten der neuen Verordnung des Bundes dürfen auch bei den Heimspielen des HSC Suhr Aarau nur noch 50 Zuschauerinnen und Zuschauer live vor Ort mit dabei sein. Der HSC verlost die jeweils 50 Eintritte für seine Heimspiele in der Schachenhalle nach fixen Kontingenten unter seinen Partnern und Fans. Saisonkarteninhaber können sich auf der Website des Vereins in einem definierten Zeitraum vor der jeweiligen Partie für Tickets bewerben. In der Folge lost der Verein unter allen Bewerbungen die Gewinnerinnen und Gewinner und informiert diese persönlich via E-Mail. Durch das Verlosungssystem sollen möglichst allen Anspruchsgruppen eine faire Chance auf Tickets haben. Bewerbungen für das HSC-­Heimspiel vom kommenden Sonntag, 22. November, gegen den BSV Bern können ab heute Montag, 8 Uhr, bis am Donnerstagmittag, 12 Uhr, erfasst werden. (dfs)