Einen Lauf nennen es die Beteiligten. Der Auftritt gegen Wacker Thun kann aber getrost auch als kleine Machtdemonstration bezeichnet werden. Der HSC Suhr Aarau liess dem Schweizer Meister keine Chance und feierte mit dem 30:24 den vierten Sieg in Serie. «Wir geniessen den Moment», sagt Trainer Misha Kaufmann. «Wir dürfen aber nicht vergessen, woher der Erfolg kommt.»

Ja, warum läuft es dem HSC zurzeit so gut? Kaufmann selbst spricht von harter Arbeit im Training. «Wir haben uns eine sehr stabile Deckung erarbeitet. Das gibt uns viel Sicherheit und bringt jeden Gegner ins Grübeln», sagt er. Kurz: Seinem Team gelingt es derzeit, die Gegner zu überfordern. Der HSC sorgt dafür, dass die Rivalen keine Mittel finden, erfolgreich zu sein. Und im Gegenzug funktioniert das Angriffsspiel der Schützlinge von Kaufmann sehr gut.
Tim Aufdenblatten hat eine Erklärung dafür: «Egal, wer spielt, es läuft. Das gibt uns die Möglichkeit, zu rotieren und Kräfte zu sparen.» Sinnbildlich dafür ist, wie das Team den frühen Ausfall von Abwehrchef Nikola Isailovic durch eine rote Karte kompensierte. «Es gibt keinen Spieler, der herausragt. Alle erbringen ihre Leistung», sagt Aufdenblatten. Das Kollektiv als Erfolgsrezept.

Nun folgt der Auftritt im Cup

Goutiert werden die starken Leistungen auch vom Publikum. Die Stimmung in der Schachenhalle war erneut gigantisch. «Es ist der Wahnsinn, wie uns das Publikum antreibt», sagt Manuel Zehnder, der zum besten Spieler gewählt wurde. «Das gibt es sonst in keiner Halle der Schweiz.» Erfreulich ist auch der Blick auf die Tabelle. Der HSC Suhr Aarau belegt mit 14 Punkten den vierten Rang. Die Qualifikation für die Finalrunde rückt immer näher und könnte bereits am nächsten Wochenende sichergestellt werden.

Zuerst folgt nun aber das Cupspiel am Mittwoch auswärts gegen Kriens-Luzern. Gegen die Innerschweizer siegte der HSC vor zwei Wochen in der Meisterschaft ebenfalls auswärts 23:21. «Dieser Sieg gibt uns Vertrauen», sagt Zehnder. Er ist überzeugt, dass es seinem Team gelingen kann, in den Halbfinal einzuziehen. Und Misha Kaufmann hat bereits den Plan im Kopf, wie er diesen Gegner überfordern kann. «Wir werden einige taktische Kniffs parat haben», sagt er.

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