Handball
STV Baden setzt sich gegen Solothurn in einer kampfbetonten Partie durch

Der STV Baden kommt gegen Solothurn beim 29:22 zum zweiten Saisonsieg. Bester Torschütze war Yanick Schläpfer mit sieben Treffern. Die Aargauer haben damit den Anschluss ans Mittelfeld geschafft und liegen auf dem achten Platz.

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Bester Badener Schütze: Yanick Schläpfer erzielte sieben Treffer.

Bester Badener Schütze: Yanick Schläpfer erzielte sieben Treffer.

Foto Wagner

Der Auftakt vor rund 150 Zuschauern gelang Baden nach Mass: Mit einer äusserst konzentrierten und aufsässigen Verteidigungsleistung (erstes Tor der Gastmannschaft nach sieben Minuten) und einer hohen Trefferqoute (fünf Tore aus acht Versuchen) standen die Zeichen auf Schaulaufen.

Dieses Niveau vermochte das Heimteam in der Folge dann aber doch nicht zu halten. Die kämpferisch eingestellten Solothurner liessen sich vom Blitzstart der Badener nicht entmutigen und holten den Rückstand mit einem starken Torhüter im Rücken nicht nur auf, sondern lagen zur Halbzeit sogar ein Tor in Front - 12:13.

Team zeigte Kampfgeist

12 Tore hatte Baden auch schon in den ersten 30 Minuten gegen Kreuzlingen erzielt. Im Vergleich mit der Partie vom letzten Sonntag sah man nun aber eine andere Mannschaft aus der Garderobe kommen: Der Kampfgeist war sichtlich in die «Städtli»-Reihen zurückgekehrt. Der gesteigerte Einsatz führte allerdings auch dazu, dass Thomas Schmid seine dritte Zwei-Minuten-Strafe kassierte - und die rote Karte sah.

Die daraus entstandene Lücke am Kreis füllte Manuel Reichlin, der zusammen mit einem glänzend aufgelegten Yanick Schläpfer und einem offensiv wie defensiv starken Thomas Stalder die bestimmende Figur des Badener Spiels war.

Urs Bornhauser und Hannes Zehnder mit ersten NLB-Treffer

Noch aber war Solothurn nicht geschlagen. Besonders Martin Beer und Alain Blaser hielten das Gastteam im Spiel und sollten zusammen bis zum Ende der Partie die Hälfte der Solothurner Tore erzielt haben.

Das Spielende musste Blaser allerdings von der Seitenlinie aus verfolgen, nachdem er in der 47. Minute ebenfalls Rot sah: In einer unglücklichen Verteidigungsaktion hatte er Reichlin von hinten umgerissen und wurde dafür regelgemäss des Feldes verwiesen. Ohne ihre Nummer 24 fehlte den Solothurnern nun ein wesentliches Element im Angriff.

Fünf Tore in den verbleibenden 14 Minuten reichten nicht, um den Badenern weiter Paroli zu bieten, die den Vorsprung in der Folge konsequent ausbauten und auch ihrem Nachwuchs einige Minuten Spielzeit ermöglichten. Urs Bornhauser und Hannes Zehnder liessen sich nicht lange bitten und nützten die Gelegenheit für ihren ersten Treffer in der NLB.

Vom Tabellenende gelöst

Baden hat mit dem Siegseine Reifeprüfung abgelegt und gezeigt, dass der Erfolg gegen Kreuzlingen kein Strohfeuer war. Mit vier Punkten aus vier Partien liegt man im Soll, hat das Tabellenende fürs erste hinter sich gelassen und darf den kommenden Partien mit Zuversicht entgegensehen.

Und die nächste Prüfung folgt schon bald: Am Mittwoch empfängt «Städtli» die SG GC Amicitia/RWZ in der heimischen Aue - nachdem man am Montag in der Westschweiz das Erstrundenspiel im Schweizer Cup bestritten hat.

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