Geräteturnen
Silber und Bronze für Wettinger an den Schweizermeisterschaften

Die beiden Wettinger Pierre-Yves Golay und Brilant Buzhala errangen Silber und Bronze an den Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen. Gold ging an den unwiederstehlichen Marco Honauer aus Luzern.

Martin Arnold, Belp
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Aargauer Abräumer an den Schweizer Meisterschaften: Golay. Arnold

Aargauer Abräumer an den Schweizer Meisterschaften: Golay. Arnold

Die Karten im Schweizer Geräteturnen wurden neu gemischt, weil drei der besten Schweizer Geräteturner seit diesem Jahr als Artisten beim Cirque du Soleil in Kanada arbeiten.

Es war also an der Zeit für Pierre-Yves Golay und Brilant Buzhala, an den diesjährigen Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen ihr Können unter Beweis zu stellen. Die beiden Wettinger nutzten ihre Chancen und holten sich Silber und Bronze hinter dem unwiderstehlichen Marco Honauer (Ballwil LU). Beim ersten Gerät, am Boden, gingen die beiden Wettinger in Führung dank den schönsten Überschlägen im gesamten Feld. Marco Honauer drehte dann aber auf und zog davon.

Die Nerven hielten

Sprung war das Zittergerät für die Aargauer Favoriten. Golay versiebte seinen erster Sprung komplett. Seine Nerven hielten zum Glück beim zweiten Anlauf. Der Eineinhalb-Salto gestreckt gelang.

Bei Buzhala kamen Erinnerungen auf an letztes Jahr. Damals hatte er beim Sprung etwa einen Punkt und damit einen Spitzenplatz verloren. Diesmal sollte es anders sein: Kraftvoll schnellte er über die Anlaufbahn, katapultierte sich hoch in Luft, drehte Salto und Schraube perfekt. Stand. 9,80. Die höchste Note des Tages. Nun konnten die beiden Aargauer nicht mehr gestoppt werden. Der 33-jährige Golay war am Schluss Vizemeister, 25 Hundertstel vor dem 18-jährigen Buzhala. Der einzige Titelverteidiger des Tages war André Keller aus Wettingen bei den Senioren. Er dominierte seine Altersgenossen gnadenlos und gewann mit einem ganzen Punkt
Vorsprung.

Nach vier Jahren wieder Meister

Im Mannschaftswettkampf war am Sonntag ein selbstsicheres Aargauer Team am Start. «Wir wussten, dass wir alle in einer Topform sind und den Sieg nach Hause holen können», sagte Golay. So turnten sich Golay, Buzhala, Keller und ihre Kollegen Christoph Laube (Wettingen) und Christian Carisch (Gränichen) in einen regelrechten Rausch. Höhepunkt war erneut der Sprung, wo Laube und Buzhala die Maximalnote 10,0 holten. Golay: «Der Sieg war einfacher dieses Jahr. Ich denke aber, wir hätten auch ohne die Cirque-du-Soleil-Abgänge gewonnen heute.»

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