Automobil

Schneller als Vettel – der Aargauer Ricardo Feller gewinnt das erste GT Masters

Der 19-jährige Aarauer Ricardo Feller.

Der 19-jährige Aarauer Ricardo Feller.

Ricardo Feller gewinnt zum ersten Mal ein Rennen des ADAC GT Masters. Für den Aargauer ging damit ein Traum in Erfüllung. Die ersten Runden fuhr sein belgischer Teamkollege Dries Vanthoor, dann übernahm Feller bis ins Ziel.

Seine Gefühlslage? «Mega!» In seiner dritten Saison in der Rennserie ADAC GT Masters hat der Aargauer Rennfahrer Ricardo Feller sein erstes Rennen gewonnen. «Ich musste drei Jahre darauf warten, ganz oben auf dem Podium zu stehen», sagt der 19-Jährige. «Dies jetzt geschafft zu haben ist ein extrem tolles Gefühl. Ich bin einfach superhappy.»

2017 debütierte er mit erst 16 Jahren als jüngster Fahrer überhaupt in der GT3-Serie. Am Sonntag ging im holländischen Zandvoort Fellers Traum vom Sieg in Erfüllung. Dank einer souveränen Leistung sicherte sich der Schweizer Audi-Fahrer zusammen mit seinem Teamkollegen Dries Vanthoor den ersten Sieg. Als der Belgier das Steuer an Feller übergab, übernahm das Duo die Führung im Rennen.

Mit einer Serie schneller Runden konnte Feller seinen Vorsprung auf Fabian Vettel, den Bruder von Formel-1-Star Sebastian Vettel, ausbauen. Der Deutsche wurde später auf Rang drei verdrängt, Feller hingegen sah mit 2,4 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Ricardo Feller und sein Teamkollege Dries Vanthoor siegten in Zandvoort.

Ricardo Feller und sein Teamkollege Dries Vanthoor siegten in Zandvoort.

Schreckmoment nach der Zieldurchfahrt

«Ich habe am Anfang gepusht, um mich etwas abzusetzen», sagt Feller nach seinem bisher grössten Erfolg im Motorsport. «Die einzige Schrecksekunde gab es nach dem Ziel, als ich gemerkt habe, dass der rechte Vorderreifen Luft verliert, aber das hat dann nichts mehr ausgemacht.»

Fellers Teamkollege Dries Vanthoor sagt nach dem Sieg: «Das ADAC GT Masters ist weltweit eine der am härtesten umkämpften Meisterschaften. Wenn man hier ein Rennen gewinnen kann, ist das richtig schön.» Beim Start war Vanthoor als Zweiter noch hinter Pole-Setter Christopher Mies zurückgelegen. «Später war ich schneller als er, weshalb ich zwei Runden länger gefahren bin. Das war der Schlüssel zum Sieg.»

Auch, weil Ricardo Feller den Vorteil des späteren Stopps und der so gewonnenen Führung nicht mehr hergab. Es war ihr Tag.

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