Landhockey
Rotweiss will die Titel unbedingt in Wettingen behalten

Sowohl die Frauenequipe als auch das Männerteam von Rotweiss Wettingen konnten letzte Saison den Hallen- und Feldtitel auf die Bernau holen. Die Titel zu verteidigen, ist das Ziel für die neue Saison.

Alexander Wagner
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Zurück bei seinem Stammverein in Wettingen: Manuel Keller.

Zurück bei seinem Stammverein in Wettingen: Manuel Keller.

foto-net / Alexander Wagner

Die Frauen gewannen gleich alle drei Titel: neben den beiden Meisterschaften auch noch den Cup. Rotweiss als dominierender Verein der letzten Jahre hat den Anspruch, auch dieses Mal alle drei Titel in den Aargau zu holen. Das dürfte jedoch nicht einfach werden, sind mit Sandra Meier-Keller und der bundesligaerprobten Daniela Schwarz doch gleich zwei der wenigen routinierten Spielerinnen zurückgetreten.

Dafür wurden drei jüngere Eigengewächse ins Kader aufgenommen und mit Louise Caninenberg wird eine ehemalige Bundesligaspielerin den Titelverteidiger vorübergehend verstärken. Trainer Michael Kloter ist also einmal mehr gefordert, die Nachwuchskräfte an das Niveau der NLA heranzuführen.

Auch die Männer waren äusserst erfolgreich. Ob dies im gleichen Stil weitergehen kann, darf bezweifelt werden, kam es doch zu einem kleinen Umbruch in der Mannschaft: Andreas Benz hat seine Karriere sowohl als Spieler wie auch als Trainer beendet. Er führte das Team zusammen mit Philip Keller, der dabei bleibt. Der langjährige Nationalspieler René Schmidli wird neuer Sportchef und übernimmt das Amt als Co-Trainer.

Schmidli ist nach wie Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft und weiss in jeder Situation haargenau, wo das Tor steht. Diesen Instinkt kann man kaum antrainieren, aber er wird sich intensiv um die Stürmer kümmern. Zudem wurde bei beiden Teams das Athletiktraining professionalisiert und ausgebaut.

Neben Benz hat auch Eckenspezialist Reto Spörri seine Karriere beendet. Die beiden routinierten Akteure dürften sicherlich fehlen. Zudem wechselte Goalietalent Nicolas Böhnlein zu Servette und Marco Michel sowie Benjamin Messerli weilen im Ausland.

Einen richtigen Transfer kann Sportchef Schmidli noch nicht vermelden, aber trotzdem hat das Team eine riesige Verstärkung bekommen: Manuel Keller kehrt nach zwei Jahren in der Bundesliga zu seinem Stammverein nach Wettingen zurück. Er ist der jüngere Bruder vom Cheftrainer und hofft, noch einmal zusammen mit Philip auflaufen zu können. Dieser muss jedoch zuerst seine Probleme mit dem Knie in den Griff bekommen.

Der Auftakt in die neue Saison ist brisant: Der HC Wettingen schaffte den Sprung ins Oberhaus und gleich im ersten Spiel kommt es zum Wettinger Derby. Anpfiff ist am Sonntag um 13 Uhr auf der Bernau und für beide Teams aus Wettingen, sowohl den Rekordmeister als auch den Aufsteiger, ist dies gleich eine erste willkommene Standortbestimmung.

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