Corona-Virus

Reusslauf-Organisatoren wollen Startgeld zurückzahlen – wenn es finanziell möglich ist

Dieses Bild wird es 2020 nicht geben: Der Reusslauf musste abgesagt werden.

Dieses Bild wird es 2020 nicht geben: Der Reusslauf musste abgesagt werden.

Der Reusslauf musste abgesagt werden. Wie geht es nun weiter. Gemäss Wettkampfreglement haben die Teilnehmer kein Anrecht auf die Rückerstattung des Startgeldes. Die Organisatoren wollen sich aber grosszügig zeigen, wenn es finanziell möglich ist.

Eigentlich war Stephan Gut ja immer froh, keine Skirennen zu veranstalten. «Ein Volkslauf kann ja schliesslich immer stattfinden, egal wie das Wetter ist», habe er sich gedacht. Seit Freitagmorgen weiss er, dass er sich irrte.

Zwar ist nicht das Wetter schuld. Aber aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus musst der Reusslauf vom Samstag abgesagt ­werden. «Es ist ein Szenario, das wir nicht hatten, weil es in bisher 37 Austragungen nie eine Absage gab», sagt OK-Präsident Gut.

Die ersten Helfer waren am Freitagmorgen bereits bereit, die Infrastruktur für den Reusslauf aufzubauen, als der Bundesrat ein Verbot von Grossver­anstaltungen mit mehr als 1000 Personen verhängte. «Wir haben über unsere Website sofort informiert», sagt Stephan Gut.

Zudem wurden alle Läuferinnen und Läufer, die eine E-Mail-­Adresse oder Telefonnummer bei der Anmeldung hinterlegt hatten, kontaktiert. «Trotzdem gehe ich davon aus, dass am Samstagmorgen einige Läuferinnen und Läufer am Start ­stehen werden. Ich werde darum persönlich vor Ort sein, um die Sportler zu informieren», sagt Gut.

Was passiert jetzt mit den Startgeldern?

Die Absage hat auch finanzielle Folgen. «Noch ist unklar, wie hoch der Schaden ist», sagt
Gut. Das werde nun eruiert. Klar ist, sämtliche Einnahmen aus der Verpflegung vor Ort ent­fallen. Was mit den Startgeldern passiert, ist unklar. «Wir würden gerne etwas zurückzahlen, wenn es finanziell möglich ist», sagt Gut. «Noch ist es aber zu früh, um Versprechungen abzugeben. Dafür müssen wir erst die finanziellen Folgen kennen.»

Zur Rückerstattung verpflichtet sind die Veranstalter nicht. Im Wettkampfreglement des Reuss­laufs steht: «Kann der Lauf ­wegen höherer Gewalt nicht oder nur teilweise durchgeführt werden, besteht kein Anrecht auf die Rückerstattung des Startgeldes.»

Versichert ist die Absage des Laufs nicht. «Weil eine Ver­sicherung viel zu teuer wäre», sagt Gut. Der Präsident ist aber sicher, dass die Absage ge­meistert wird und die 39. Aus­tragung des Reusslaufs 2021 stattfinden wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1