FC Aarau
Raimondo Ponte neuer Sportchef – Er will zurück in die Super League

Der neue Sportchef beim FC Aarau ist ein alter Bekannter: Raimondo Ponte, der Ex-Trainer des Clubs, beerbt den vor eineinhalb Wochen zurückgetretenen Urs Bachmann. Das hat der Verwaltungsrat am Montag wie erwartet entschieden.

Ruedi Kuhn
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«Ich bin da, um zu helfen», sagt Ponte. Gut so! Denn Hilfe kann der FC Aarau nach dem Abstieg in die Challenge League und dem verpatzten Saisonstart mit nur sechs Punkten aus sieben Spielen wirklich gebrauchen. Nach den Quereinsteigern Fritz Hächler und Urs Bachmann ist nun also Ponte der neue starke Mann an der sportlichen Front. Der 60-Jährige soll den Klub dank seiner Erfahrung, seines Sachverstands und seines Beziehungsnetzes aus der sportlichen Krise führen.

Keine Zweifel an der Kompetenz

«Seine sportliche Kompetenz steht ausser Zweifel», sagt Vizepräsident Roger Geissberger, der im Verwaltungsrat neu für das Ressort Sport verantwortlich ist, vorher Bachmann. Geissberger war es denn auch, der sich am letzten Sonntag mit Ponte getroffen hat. Nach einer kurzen Verhandlungsrunde einigten sich die zwei auf eine Anstellung von 60 Prozent und unterschrieben einen entsprechenden Arbeitsvertrag. Ponte war nach dem Abgang von Bachmann übrigens nicht der einzige Anwärter. Wie man hört, setzte er sich gegen fünf weitere Bewerber durch. Gerüchteweise soll einer des Quintetts Sascha Stauch gewesen sein, aktueller Technischer Leiter des Teams Aargau.

Ponte also. Der gebürtige Windischer wird in den nächsten Tagen sein Büro im Tribünenbauch des Brügglifelds beziehen, um möglichst nahe bei der Mannschaft und bei Trainer Livio Bordoli zu sein. Ponte freut sich nach eigener Aussage riesig auf die neue Herausforderung. «Ich habe zwei Ziele», erklärt er: «Erstens möchte ich den FC Aarau kurzfristig aus dem Tabellenkeller der Challenge League holen. Zweitens möchte ich den Verein langfristig in die Top Ten des Schweizer Fussballs zurückführen.»

In Aktionismus verfallen, sprich auf die Schnelle noch weitere Spieler verpflichten, will der Neue aber nicht: «Momentan sind bis zur Winterpause keine Transfers geplant. Das hängt aber natürlich auch von den Resultaten in den nächsten Partien ab.»

Frischer Wind

Mit Ponte weht ein frischer Wind im altehrwürdigen Brügglifeld. In Zukunft, so Ponte, dürfe es nicht mehr passieren, dass die sportliche Leitung nur halbwegs von einem Neuzugang überzeugt ist. Schlechte Beispiele aus der Vergangenheit nennt er keine. Doch liegt es auf der Hand, dass Ponte damit auf Mart Lieder oder die vor einem Jahr verpflichteten Ognjen Mudrinski und Joy-Slayd Mickels, alle drei Stürmer, verweist. Zuzutrauen ist dem tiefgründigen Kenner der Schweizer Fussballszene allemal, dass er den FCA aus dem Sumpf der Challenge League führt. Wie weit nach oben es mit Ponte tatsächlich geht, wird die Zukunft zeigen.

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