Handball
Neuverpflichtung Josip Pazin: Balsam für die Suhrer Achillesferse

Der HSC Suhr Aarau schliesst mit der Verpflichtung des kroatischen Hünen Josip Pazin die Schwachstelle auf der rechten Seite. Ausserdem übernimmt Nachwuchstrainer Patrik Fend das NLA-Team ad interim.

Jonas Burch
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Josip Pazins neue Teamkollegen in Aktion.

Josip Pazins neue Teamkollegen in Aktion.

Der HSC Suhr Aarau reagiert auf den enttäuschenden Saisonverlauf. Mit dem wurfgewaltigen 2-Meter-Riesen Josip Pazin soll endlich die Schwachstelle auf der rechten Rückraumposition behoben werden. Aufmerksam auf den 25-Jährigen wurde der Drittletzte der NLA durch einen Tipp von Nationaltrainer Goran Perkovac. «Auf seiner Position ist er aktuell die Nummer 3 in Kroatien», so HSC Suhr Aarau-Sportchef Daniel Schenker zum neusten Schützling, der vom HC Bosna Gas Sarajevo in die Schweiz wechselt.

Milasevic hinterlässt grosse Fusstapfen

Bereits in den ersten Testtrainings Anfang Januar deutete Pazin seine Klasse an und überzeugte auf Anhieb. «Er kann sich aber noch weiterentwickeln», hält Schenker fest. Der Transfer soll vor allem die Lücke schliessen, welche der montenegrinische Topscorer Mirko Milasevic mit seinem Wechsel zurück in die Heimat hinterlassen hat.

Dies, auch wenn beide Spieler nicht auf derselben Position spielen. «Josip passt von der Person besser in unser Team, da er sehr mannschaftsdienlich spielt. Mirko war eher der Einzelkämpfer.» Für Milasevic wir nun Manuel Reichlin vermehrt ins Zentrum des Suhrer Spiels rücken.

Fend übernimmt die 1. Mannschaft

Auch auf der Trainerposition wird mit Patrik Fend, dem derzeitigen U19-Trainer des HSC Suhr Aarau, ein neues Gesicht eingesetzt. Nach der Entlassung von Urs Mühlethaler wird Fend das Team vorerst interimistisch übernehmen. Eine langfristige Einstellung ist für Schenker nicht ausgeschlossen. «Patrik passt mit seiner akribischen Arbeit und der positiven Erscheinung bestens in unser Vereinskonzept. Aber definitiv ist noch nichts, es gibt auch Kontakte zu anderen möglichen Kandidaten.»

Anfang Februar steht für den HSC auswärts gegen Fortitudo Gossau die erste Bewährungsprobe an. Kein leichtes, aber ein durchaus machbares Auftaktspiel in die ungeliebte Abstiegsrunde. «Von der Qualität her gehören wir einfach in die Nationalliga A. Mit allem anderen beschäftigen wir uns gar nicht», sagt Schenker kämpferisch.