Kunstturnen
Nach Rücktritt: Lucas Fischer versucht sich nun als Model

Nach seinem Rücktritt hat Kunstturner Lucas Fischer bei «TalkTäglich» auf Tele M1 über seinen Alltag nach der Karriere gesprochen. Als Ersatzpapa, Model, Sänger und bald auch als Buchautor will der Aargauer Struktur in sein neues Leben bringen.

Jakob Weber
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Vier Wochen nach seinem Rücktritt hat Kunstturner Lucas Fischer bei «TalkTäglich» auf Tele M1 über seinen Alltag nach der Karriere gesprochen. Als Ersatzpapa, Model, Sänger und bald auch als Buchautor will der extrovertierte Aargauer Struktur in sein neues Leben bringen.

Zunächst einmal will Fischer jedoch als Model durchstarten. Mit dem Fotograf Sandro Bross hat er bereits eine Serie «mega schöner Bilder » aufgenommen, bei denen er viel von seinem durchtrainierten Körper und seinen Emotionen zeigt. Die Arbeit vor der Kamera macht den Turner sichtlich Spass. Sollte es in Zukunft weitere Aufträge geben ¬ Fischer steht bereit.

Lucas Fischer zu Gast bei Tele M1.
20 Bilder
Nach dem Gespräch turnte der Aargauer auf dem Moderatorentisch.
Eine Standwaage
Als Model will Fischer nun durchstarten.
Sandro Bross habe ihn für ein Fotoshooting angefragt.
Und Fischer hat die Anfrage gerne angenommen.
Freizügig zeigt er seinen sportlichen Body.
Auch seine turnerischen Fähigkeiten kommen nicht zu kurz.
Fischer liegend im Spagat.
Fischer als Mr. Waschbrettbauch.
Seine Muskeln hat er noch nicht verloren.
Fischer der Schlangenmensch.
Fischer als Charlie Chaplin ohne Schnauz?
Fischer lässig mit offenem Hemd.
Fischer hält sich selbst für eitel.
«Ich stehe oft zu lange vor dem Spiegel,»
gibt der extrovertierte Turner zu.
Sein Blick geht in die Zukunft.
Autor, Motivations-Coach oder vielleicht sogar Nacktmodel? Kunstturner Lucas Fischer sagt in der Sendung «TalkTäglich», welche neuen Wege er nach seinem Rücktritt einschlagen will.
Lucas Fischer hat viele Ideen für die Karriere nach dem Sport.

Lucas Fischer zu Gast bei Tele M1.

Christian Dorer

Auch Nacktfotos ist der Turner nicht abgeneigt. Bei einem entsprechenden Angebot würde Fischer die Hüllen fallen lassen. «So etwas wie Stan Wawrinka gemacht hat, finde ich zum Beispiel sehr cool. Das kann ich mir auch vorstellen, » antwortet Fischer auf die provokative Frage von Moderator und az-Chefredaktor Christian Dorer.

Warze beendet Karriere

Nach zwei Knie-OPs und epileptischen Anfällen sorgte ausgerechnet eine kleine Warze in der Handinnenfläche für das Karriereende des jungen Kunstturners, der nach seiner Silbermedaille bei der EM in Moskau noch als grosses Schweizer Nachwuchstalent gefeiert wurde. Doch nach den zahlreichen Rückschlägen war die Warze zu viel für Fischer: In einer tränenreichen Pressekonferenz gab er Mitte September seinen Rücktritt vom Kunstturnen bekannt. Ein Comeback schliesst er heute zu 100 Prozent aus.

«Wir haben alles probiert, die Warze heraus geschnitten, sie verbrannt, doch nichts hat geholfen. Als man mir gesagt hat, dass nur eine weitere OP das Problem beheben kann, habe ich mich für den Rücktritt entschieden», erklärt Fischer seine Entscheidung. Die Reaktionen im Bekanntenkreis und den sozialen Netzwerken seien überragend gewesen und hätten ihn in seiner Entscheidung bestätigt.

Model, Sänger, Ersatzpapi

Nun sucht der Silbermedaillengewinner andere Möglichkeiten, um in der Öffentlichkeit zu bleiben. Neben dem Einstieg ins Model-Business forciert der Aargauer auch seine Gesangskarriere. Immer mehr Anfragen erreichen ihn ein und er nutzt die Freizeit vermehrt für das Schreiben von Texten.

Doch damit nicht genug: Lucas Fischer muss neuerdings wieder im Haushalt mit anpacken. Seit er wieder bei seinen Eltern wohnt, habe er eine solche Abmachung getroffen. Zudem verrät der Aargauer, dass er es geniesst, viel Zeit mit seiner Freundin und deren Kind zu verbringen. Freundin mit Kind? Ja, Fischer macht auch die Aufgabe, den Ersatzpapi zu spielen, viel Freude.

Fischer will seine Erfahrungen unbedingt weitergeben und Menschen weiterhelfen, die mit ähnlichen Rückschlägen wie er selber zu kämpfen haben. Er könnte sich auch vorstellen, ein Buch zu schreiben über seine Karriere, die Rückschläge und die Frage, wie man sich wieder aufrappeln kann.

Ab dem 23. Oktober kann sich Fischer bereits als Textautor versuchen. Er wird als az-Kolumnist über die Turneuropameisterschaften in Glasgow berichten.

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